Fraunhofer-Gesellschaft

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Diamantartige Kohlenstoffschichten mit Potenzial zur Trockenumformung

 
: Weihnacht, V.; Brückner, A.; Bräunling, S.

Europäische Forschungsgesellschaft für Blechverarbeitung e.V. -EFB-:
Intermezzo der Werkstoffe. Die Chance der Wahl für Konstrukteure und Planer : Das 28. EFB-Kolloquium Blechverarbeitung 2008 findet am 3. und 4. April in Dresden statt
Hannover: EFB, 2008 (EFB-Kolloquium)
ISBN: 978-3-86776-310-3
S.47-52
Europäische Forschungsgesellschaft für Blechverarbeitung (Kolloquium) <28, 2008, Dresden>
Deutsch
Konferenzbeitrag
Fraunhofer IWS ()
diamantähnlicher Kohlenstoff; Beschichtung=Überzug; Vakuumlichtbogenabscheidung; Reibkorrosion; E-Modul; Wärmeleitfähigkeit; korrosionsbeständige Keramik; Blechbearbeitung

Abstract
Die Verarbeitung von Blechen, insbesondere deren Umformung zu sofort einsetzbaren Teilen mit hoher Oberflächenqualität stellt hohe Ansprüche an die Oberfläche der eingesetzten Werkzeuge. So werden zunehmend die oft sehr teuren und komplex geformten Werkzeugoberflächen durch Beschichtungen mit dem Ziel veredelt, deren Verschleiß zu reduzieren, Anhaftungen zu verhindern sowie die Reibung zwischen Werkzeugoberfläche und dem umzuformenden Blech herabzusetzen. Zusätzlich müssen Schmiermittel eingesetzt werden, um die Reibung zu minimieren. Dünne Schichten mit wenigen Mikrometern Dicke können mit PVD- (Physical Vapour Deposition) bzw. CVD- (Chemical Vapour Deposition) Verfahren auf nahezu beliebige Umformwerkzeuge aufgebracht werden. Bisher eingesetzte klassische PVD- und CVDHartstoffschichten wie TiN, CrN und TiCN besitzen hohe Härten zwischen 2.000 und 3.000 HV, weisen jedoch wegen der vorliegenden Mischbindung mit ionischen und metallischen Bindungsanteilen chemische Wechselwirkungen und damit relativ hohe (Trocken-) Reibwerte gegenüber Metallen auf. Die ideale' Schicht bzgl. Verschleißfestigkeit und Reibverhalten stellt eine Diamantschicht dar, diese können mittels CVD-Verfahren seit einiger Zeit auch hinreichend glatt abgeschieden werden. Diese Beschichtung findet jedoch bei ca. 700-900C statt, so dass die meisten Stähle für solch eine Beschichtung nicht in Frage kommen. Demnach stellen die a-C:H- und die ta-C-Schichten mit ihrer Kombination von Härte und niedriger Trockenreibung z. Zt. die beste Alternative dar.
Entnommen aus TEMA

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-84400.html