Fraunhofer-Gesellschaft

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Ladungssicherung von Betonfertigteilen

 
: Hasselmann, G.; Wunderlich, R.

DEKRA Automobil GmbH, Stuttgart:
Symposium "Ladungssicherung im Straßengüterverkehr"
Neumünster, 2001
5 S.
Symposium über Ladungssicherung im Straßengüterverkehr <2001, Neumünster>
Deutsch
Konferenzbeitrag
Fraunhofer IML ()
Ladungssicherung; Gremienarbeit; Reibwertmessung; Gleitreibung; Reibzahlen; Zurrgurt; Haftreibung; Fahrversuch; Bundesverband Deutsche Betonfertigteilindustrie; Betonfertigteil; Beton

Abstract
Bei der Erstellung von Roh-Bauten kommen häufig Fertigteile aus Beton zum Einsatz. Diese Fertigteile werden immer nach Kundenwunsch auf Maß hergestellt. Die Lagerung, Verladung und der Transport erfolgt in aller Regel ohne Schutz vor den klimatischen Einflüssen, wie Regen, Schnee oder Frost.
Für den Transport werden die Stapel auf offene LKW verladen. Die Stapel werden dann mit Hilfe von Zurrgurten und Zurrseilen durch Niederzurren auf den Ladeflächen gesichert. Die Fachgruppe Betonbauteile im BDB beschäftigt sich schon seit geraumer Zeit mit der Ladungssicherung von Fertigteilen auf Lkw. In Zusammenarbeit mit Vertretern von Berufsgenossenschaften, der DEKRA, dem FhG-IML, dem TÜV und Zurrmittelherstellern sollten Hilfestellungen für Fahrer und Verlader erarbeitet werden. Das entscheidende Kriterium zur Festlegung der Hilfsmittel bei der Sicherung durch Niederzurren sind die Reibwerte. Bezüglich der in der VDI 2700 angegebenen Reibwerte bestand in der Fachgruppe die Frage, in wie weit diese Werte zutreffen und ob sie auf andere Materialpaarungen übertragen werden können. Der BDB beauftragte das Fraunhofer-Institut, Zugversuche zur Ermittlung von Reibwerten durchzuführen. Dazu wurde der vom FhG-IML entwickelte transportable Meßaufbau verwendet, der es gestattet reale Güter auf ihre Reibungseigenschaften auf realen Ladeflächen zu untersuchen.
Die Untersuchungen wurden mit offenen Sattelaufliegern und handelsüblichen Ladeflächen, mit typischen Fertigteilen bzw. Hilfsmitteln und in den üblichen Verladeverfahren durchgeführt. Insgesamt lagen die Reibwerte unerwartet hoch. Um die Ergebnisse zu bestätigen wurde vom BDB beschlossen, auf dem Testgelände der DEKRA in Neumünster Bremsversuche mit einer Ladung von Betonfertigteilen durchzuführen. Vor den Fahrversuchen wurde von Mitarbeitern FhG-IML an den Materialpaarungen der o. g. Fertigteile, die Reibwerte nochmals ermittelt.
Für die Bremsversuche erfolgte die Sicherung der Fertigteile auf dem Auflieger durch Zurrgurte. Insgesamt zeigten die Bremsversuche, das die ermittelten Reibwerte gut dazu geeignet waren, die Ladungssicherung auszulegen.
Die Ergebnisse der Zugversuche und die guten Ergebnisse der Bremsversuche ermöglichten eine zuverlässige Festlegung von Reibzahlen als erforderliche Grundlage für die Auswahl der Ladungssicherungsmaßnahmen.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-7454.html