Fraunhofer-Gesellschaft

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Neues Anlagenkonzept zum beidseitig gleichzeitigen Laserstrahlhärten formkomplizierter Bauteile

 
: Bonß, S.; Hannweber, J.; Kühn, S.; Seifert, M.; Tietz, F.; Brenner, B.; Beyer, E.

Wielage, B. ; TU Chemnitz, Lehrstuhl für Verbundwerkstoffe:
7. Industriefachtagung "Oberflächen- und Wärmebehandlungstechnik" und zum 10. Werkstofftechnischen Kolloquium 2007. Tagungsband : 27. und 28. September 2007, Chemnitz
Chemnitz: Technische Universität Chemnitz, Lehrstuhl für Verbundwerkstoffe, 2007 (Schriftenreihe Werkstoffe und Werkstofftechnische Anwendungen 026)
ISBN: 978-3-00-021586-5
S.274-279
Industriefachtagung Oberflächen- und Wärmebehandlungstechnik <7, 2007, Chemnitz>
Werkstofftechnisches Kolloquium <10, 2007, Chemnitz>
Deutsch
Konferenzbeitrag
Fraunhofer IWS ()
Laserstrahlbearbeitung; Laserstrahlhärten; Werkzeugstahl; Bauteil; Geometrische Form; Randschichthärten; Härteanlage; Neuentwicklung; Verschleißfestigkeit

Abstract
Das Laserstrahlhärten hat sich als Verfahren zum Härten lokal beanspruchter Bauteile durch die Verfügbarkeit von Hochleistungsdiodenlasern und einer Reihe von systemtechnischen Entwicklungen der letzten Jahre als Ergänzung zu klassischen Härteverfahren etabliert. Besonders der Formen- und Werkzeugbau aber auch die Automobilindustrie setzt zunehmend häufiger dieses Verfahren ein. Da beim Laserstrahlhärten eine zu härtende Kontur durch eine Bahnbewegung des Laserstrahlflecks erzeugt wird und andererseits der Einstrahlwinkel nicht geringer als 45 Grad sein sollte, können einerseits geschlossene Konturen und andererseits Kanten und Radien nicht immer optimal und ohne Anlasszone gehärtet werden. Eine Lösung dieses Problems bietet das Härten mit zwei separat geführten Laserstrahlflecken. Bei geschlossenen Konturen können diese ihre jeweilige Bahnbewegung an einer Position auf dem Bauteil zeitgleich beginnen und an einer anderen Position zeitgleich enden, um Anlasszonen zu vermeiden. Bauteilkanten können mit zwei verschiedenen Einstrahlwinkeln gleichzeitig behandelt werden. Es wurde ein Maschinensystem auf Basis zweier kooperierender Roboter entwickelt. Zwei fasergekoppelte Hochleistungsdiodenlaser liefern die Laserenergie und dynamische Strahlformungssysteme mit integrierter Prozessmess- und Regelungstechnik sorgen für optimale Laserstrahlgeometrien und zuverlässige Prozessführung. Ergänzt wird das System durch einen Drehkipppositionierer, der zu härtende Bauteile aufnehmen kann und dessen Achsen ebenfalls kooperierend verfahren. Neben der Vorstellung der Anlage werden Anwendungsbeispiele präsentiert, die die neuen Möglichkeiten anschaulich zeigen.
Entnommen aus TEMA

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-74007.html