Fraunhofer-Gesellschaft

Publica

Hier finden Sie wissenschaftliche Publikationen aus den Fraunhofer-Instituten.

Unterstützung von kmU bei Prozessgestaltung und Supply Chain Execution

 
: Rabe, M.; Weinaug, H.

Uhlmann, E. ; Institut für Werkzeugmaschinen und Fabrikbetrieb, Berlin:
3D-Erfahrungsforum Innovation Werkzeug- und Formenbau : 17. - 18. Mai 2006, Produktionstechnisches Zentrum Berlin. Tagungsband
Berlin: Univ.-Verl. der TU, 2006
ISBN: 3-7983-2000-4
S.53-63
Fachtagung Innovation Werkzeug- und Formenbau <9, 2006, Berlin>
Deutsch
Konferenzbeitrag
Fraunhofer IPK ()

Abstract
Unternehmen müssen einen Auftrag auch dann bestmöglich erfüllen, wenn in einer Supply Chain unerwartete und möglicherweise kritische Ereignisse eintreten. Hier stellt die Geschäftsprozessmodellierung ein probates, ausgereiftes und erprobtes Abbildungs- und Analyseinstrument dar. Sie ermöglicht eine systematische, prozessorientierte Erfassung, Analyse und Optimierung kritischer Abläufe sowohl innerhalb einzelner Unternehmen als auch entlang der gesamten Supply Chain. Es werden Beispiele der Firmen Schambach und Hella aufgezeigt, die demonstrieren, dass die Geschäftsprozessmodellierung (GPM) auch und gerade für KMU sehr interessante und effiziente Möglichkeiten bietet, die internen Abläufe aufzunehmen, hinsichtlich kritischer Prozesse zu analysieren und bei Bedarf zu restrukturieren. Die fundierte Kenntnis der eigenen Prozesse ist dabei die unabdingbare Basis für eine erfolgreiche Zertifizierung oder den Erwerb sowie die Einführung geeigneter Software. Wird zusätzlich das Konzept der partizipativen Modellierung angewendet, werden die Mitarbeiter des KMU durch Know-how-Transfer befähigt, selbstständig und eigenverantwortlich Prozessanalysen durchzuführen. Für die unternehmensübergreifende Zusammenarbeit innerhalb einer Supply Chain liefert die GPM eine qualitative Beschreibung der Zusammenarbeit inklusive identifizierter kritischer Prozesse. Allein die Kenntnis dieser Prozesse, ihrer Ursachen und Wirkungen ist für viele Supply Chains schon ein Gewinn und kann durch das gemeinsam gewonnene Prozessverständnis das Vertrauen der Partner zueinander steigern. Die Beschreibung kann aber auch die Grundlage für ein Prozess-Reengineering sein, bei dem Prozesse gezielt verändert werden, um kritische Ereignisse zu vermeiden oder frühzeitig darauf reagieren zu können. Eine weitere Einsatzmöglichkeit der Ergebnisse ist die Softwareentwicklung oder die Softwareeinführung, beispielsweise eines Supply Chain Execution Werkzeuges.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-66889.html