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Handlungsempfehlung zur Betriebskontrolle: Einfachmonitoring von Einfamilienhäusern. Leitfaden

 
: Erhorn, Hans; Schade, Almuth; Eberl, Michael; Sinnesbichler, Herbert; Erhorn-Kluttig, Heike

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Volltext (PDF; )

Aachen: Wissenschaftliche Begleitforschung ENERGIEWENDEBAUEN, 2020, 80 S.
ISBN: 978-3-948234-93-5
Deutsch
Bericht, Elektronische Publikation
Fraunhofer IBP ()

Abstract
Nach Informationen der Bundesregierung sind die klimapolitischen Ziele zur Einsparung von Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2020, und darüber hinaus, durch bisherige Anstrengungen alleine nicht zu erreichen. Das heißt: zusätzliche Anstrengungen sind erforderlich. Der Gebäudebereich, mit einem Anteil von 36% am Endenergieverbrauch, ist dabei ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Energiewende. Dabei kann auch durch Optimierungen im Bereich der Anlagentechnik und nicht nur durch Erfüllen der Vorgaben hinsichtlich des Wärmeschutzes und des Einsatzes von regenerativen Energien bei Neubauten und Sanierungen Energie eingespart werden. Die Leitstudie „Integrierte Energiewende: Impulse für die Gestaltung des Energiesystems bis 2050“ der dena (Juni 2018) gibt unter anderem die Empfehlung den „energieeffizienten Betrieb installierter Gebäudetechnik (langfristig) sicherzustellen“. Bislang wird die Gebäudetechnik überwiegend ineffizient betrieben. Eine Schätzung des Bundesverbands der deutschen Heizungsindustrie BDH ergibt, dass 63% der 20,7 Mio. installierten Wärmeerzeuger im Jahr 2016 unzureichend effizient betrieben wurden. Mit dieser Handlungsempfehlung zum Einfachmonitoring soll Besitzern von Einfamilienhäusern eine Möglichkeit an die Hand gegeben werden, die Energieeffizienz der einzelnen Technologien durch möglichst einfache Messungen zu überprüfen. Die Dauer der hierfür notwendigen Monitoring-Periode hängt dabei von den einzelnen Technologienab. Dazu kann, soweit bereits eingebaut, auf bestehende Messmöglichkeiten und Zähler zurückgegriffen werden. Diese müssen gegebenenfalls um einzelne zusätzliche Messaufnehmer ergänzt werden. Wer seine Verbrauchswerte damit kontrolliert, kann durch einen Vergleich mit prognostizierten Werten aus der Planung der Anlage (z.B. PV-Ertrag, Arbeitszahl der Erzeuger, EnEV-Nachweis), sowie mithilfe von Benchmarks Optimierungspotentiale ermitteln und gegebenenfalls Schwachstellen an seiner Anlage identifizieren.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-640318.html