Fraunhofer-Gesellschaft

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Interoperability and simulation

Interoperabilität und Simulation
 
: Rabe, M.; Weinaug, H.

Schulze, T. ; Society for Modeling and Simulation International -SCS-; Univ. Magdeburg, Institut für Simulation und Graphik:
Simulation und Visualisierung 2007 : Proceedings der Tagung "Simulation und Visualisierung 2007" am Institut für Simulation und Graphik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg am 8. und 9. März 2007
Erlangen: SCS Publishing House, 2007
ISBN: 3-936150-50-8
S.127-140
Tagung Simulation und Visualisierung (SimVis) <2007, Magdeburg>
Englisch
Konferenzbeitrag
Fraunhofer IPK ()

Abstract
Die Arbeit beschreibt die Anwendung des Konzepts der Interoperabilität zwischen verschiedenen Unternehmen bei der Wiederverwendung von Prozessmodellen (z.B. Geschäftsprozesse, Fertigungsprozesse) in Simulationsumgebungen. Interoperabilität wird definiert als die Fähigkeit zweier oder mehrerer Systeme Informationen auszutauschen und diese Informationen verarbeiten zu können. Zum Erreichen des Ziels Interoperabilität werden zunächst verschiedene frühe Ansätze betrachtet: Das Konzept neutraler Modelle, d.h. die Modellierung in neutralen Sprachen mit anschließendem Transfer auf beliebige Simulationswerkzeuge (Beispiele STEP-Prozeduren, NeutraSIM-Projekt); Referenz-Modelle für die Simulation, d.h. baukastenförmige Modelle für bestimmte Teilgebiete wie die Fertigung (sog. Simulation Refence Models); Schnittstellen zwischen Simulationswerkzeugen und Datenbanken oder Dateien (meist proprietäre Lösungen). Aus verschiedenen Gründen konnte die Interoperabilität mit diesen Ansätzen nur begrenzt erreicht werden. Die Arbeit beschreibt dann das MISSION-Projekt (Modelling und Simulation Environments for Design, Planning and Operation of Globally Distributed Enterprises) verschiedener Firmen und Forschungsinstitutionen aus der EG, Japan und USA im Bereich IMS (Intelligent Manufacturing Systems). Ein besonderer Wert wird auf einen arbeitsteiligen, föderierten Ansatz der Simulation unter Beachtung des intellektuellen Eigentums der beteiligten Partner gelegt. Verschiedene Modellansätze werden im Kontext der Unternehmens- Interoperabilität vorgestellt: SCOR (Supply Chain Operation Reference- Modell) des SCC (Supply-Chain Council), VCOR (Value Chain Operation Reference-Modell) der VCG (Value Chain Group) und der Ansatz des ATHENA- Projekts (Advanced Technologies for Interoperability of Heterogeneous Enterprise Networks and their Application). Für die Anwendung in verteilten Supply-Chain-Netzwerken ist die besondere Lage der europäischen Industrie mit ihren kleineren und mittleren Unternehmen zu berücksichtigen. Für die Interoperabilität geeignete verteilte Modelle für Analyse und Design sowie Verfahren für die Simulation von verteilten Supply-Netzwerken werden abschließend vorgestellt und diskutiert.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-63212.html