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Ermittlung und Untersuchung von Heizlast und Heizwärmebedarf für ein Versorgungsgebiet in Moosburg an der Isar anhand verschiedener Berechnungsverfahren

 
: Schreier, Max

Kassel, 2021, 74 S.
Kassel, Univ., Bachelor Thesis, 2021
Deutsch
Bachelor Thesis
Fraunhofer IEE ()
Wärmebedarf; Heizlast; Simulation; Fernwärme

Abstract
Aufgrund der zunehmenden Bedeutung der leitungsgebundenen Wärmeversorgung im Kontext der Energiewende werden vermehrt Projekte für hocheffiziente Wärmenetzsysteme in Auftrag gegeben. Angesichts der ambitionierten Energie-einsparziele der Bundesregierung werden Fernwärmenetze eine tragende Rolle bei der klimafreundlichen Wärmeversorgung der Zukunft spielen. Diese Arbeit findet im Kontext einer Machbarkeitsstudie für den Ausbau eines Wärmenetzes in der Stadt Moosburg an der Isar statt. Bevor ein Fernwärmenetz und die benötigte Erzeugerleistung geplant werden kann, ist eine Bedarfsanalyse unabdingbar, welche in der vorliegenden Arbeit durchgeführt wurde. Als Grundlage dient ein rudimentärer Datensatz des in Zukunft an das Wärmenetz angeschlossenen Versorgungsgebiets. Um auf Basis dieser Daten den Wärmebedarf der Gebäude zu ermitteln, müssen gezielte Annahmen getroffen werden. Diese Arbeit hat das Ziel mit Hilfe der Simulationsumgebung TRNSYS, Zeitreihen für jedes Gebäude des Versorgungsgebiets zu erzeugen. Des Weiteren werden zwei statische Verfahren zur Ermittlung der Norm-Heizlast (DIN EN 12831) und des Heizwärmebedarfs (Tabula Calculation Method) angewendet.
Im Vergleich der drei Methoden zeigt sich, dass das dynamische Verfahren den statischen Verfahren bedingt überlegen ist, vor allem durch die Einspeisung von Wetterdaten und der Erzeugung von Zeitreihen. Jedoch können bei den Ergebnissen keine erheblichen Unterschiede festgestellt werden, sodass die statischen Methoden insbesondere durch den geringeren Bearbeitungsaufwand angemessene Alternativen darstellen.
In Zukunft wäre es von Interesse, eine weiterführende Überprüfung der Ergebnis-qualität anhand von tatsächlichen Verbrauchsdaten durchzuführen, um die getroffenen Annahmen zu validieren und Ergebnisse mit einer höheren Sicherheit zu erzielen. Dadurch könnte eine Übertragbarkeit der Vorgehensweise auf vergleichbare Machtbarkeitsstudien gerechtfertigt werden.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-621772.html