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Bestimmung und Klassifizierung von Korrosionserscheinungen in ferromagnetischen Tankbodenblechen mit einer Wirbelstromapplikation in Verbindung mit der Streuflussmethode

 
: Janßen, Matthias; Koster, Dirk

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Volltext urn:nbn:de:0011-n-6214409 (357 KByte PDF)
MD5 Fingerprint: b7bff71d7aa3d57a44092e87451e0998
Erstellt am: 27.1.2021


ZfP-Zeitung (2020), Nr.172, S.42-48
ISSN: 0948-5112
ISSN: 1616-069X
Deutsch
Zeitschriftenaufsatz, Elektronische Publikation
Fraunhofer IZFP ()

Abstract
Geräte (Scanner, Handscanner) von Tuboscope Vetco (D) GmbH zur Detektion von Korrosionsercheinungen in ferromangnetischen Tankbodenblechen arbeiten nach der Streuflussmethode (MFL-Magnetic Flux Leakage), ihr Auflösungsvermögen reicht von sehr großen Ungänzen herunter bis zu kleinsten Fehlstellen, den sog. Pittings. Ermöglicht wird dieser weite Auflösungsbereich durch zwei verschiedene Modi, die sich in der Art der Sensorik und der Filterung voneinander abgrenzt. In der jüngeren Vergangenheit wurde von den Tankfarmbetreibern der Wunsch an Tuboscope herangetragen, auch die Anordnung (oben, unten) der detektierten Fehlstellen anzuzeigen. Zur Unterscheidung, ob sich Fehlstellen an der Ober- oder Unterseite der Tankbodenbleche befinden, wurden die Geräte zusätzlich neben der Streuflussmethode mit Wirbelstromapplikationen ausgestattet. Diese Kombination zweier wichtiger Technologien der ZfP in Tankbodenprüfgeräten wurde bereits in mehreren Vorträgen thematisiert. Zurzeit ist die trennung von ober- und unterseite Korrosionsangriffen für großflächige Ungänzen verlässlich möglich. Kleinere und kleinste Fehlstellen werden zwar sehr zuverlässig mit der Streuflussmethode detektiert, können aber nicht eindeutig in die ober- unterseitige Lage eingeordnet werden. Untersuchungen mit der Wirbelstromprüfelektronik "inspECT-PRO" des Fraunhofer IZFP in Saarbrücken sollten aufzeigen, ob mit der vorhandenen Sensorik auch kleinere Fehlstellen in ihrer ober- oder unterseitigen Lage getrennt werden können. Der Vortrag beleuchtet den Aufbau der Sensorik und ihrer Anordnung im magnetischen Kreis der Streuflusstechnologie. Die Wirbelstromprüfelektronik "inspECT-PRO" des Fraunhofer IZFP wird vorgestellt, des Weiteren werden die Prüfergebnisse eingehend diskutiert. Dabei steht u.a. der nicht vernachlässigende Sachverhalt im Vordergrund, in welcher Art und Weise das gleichzeitig auftretende Signale der Streuflussmethode die Wirbelstromapplikation beeinflusst; und ob sich diese Beeinflussung nachteilig auf das Auflösungsvermögen der Ober- und Unterseitentrennung auswirkt.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-621440.html