Fraunhofer-Gesellschaft

Publica

Hier finden Sie wissenschaftliche Publikationen aus den Fraunhofer-Instituten.

Digitale Arbeit während der COVID-19-Pandemie

Eine Studie zu den Auswirkungn der Pandemie auf Arbeit und Stress in Deutschland
 
: Gimpel, Henner; Bayer, Sarah; Lanzl, Julia; Regal, Christian; Schäfer, Ricarda; Schoch, Manfred

:
Volltext urn:nbn:de:0011-n-6183618 (11 MByte PDF)
MD5 Fingerprint: ecd898816b8db4c23bcb009f069e26f0
Erstellt am: 17.12.2020


Sankt Augustin: Fraunhofer FIT, 2020, 39 S.
Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF (Deutschland)
02L16D030; PräDiTec
Prävention für sicheres und gesundes Arbeiten mit digitalen Technologien
Deutsch
Studie, Elektronische Publikation
Fraunhofer FIT ()

Abstract
Kernergebnis 1: Arbeit wird weniger, aber länger
Die Arbeitsmenge und berufliche Anforderungen sinken aufgrund der veränderten Arbeitssituation durch COVID-19. Dazu zählen netto Arbeitsstunden, emotionale Anforderungen durch die Berufstätigkeit, sowie die Anzahl sozialer Konflikte, die alle deutlich gesunken sind. Dennoch verlängern sich die Zeiträume, in denen gearbeitet wird, durch die stärkere Vermischung von Arbeits- und Privatleben.
Kernergebnis 2: Private Anforderungen steigen
Private Anforderungen steigen in vielen Dimensionen: Insbesondere die finanziellen Sorgen und die quantitativen privaten Anforderungen (i.S.v. zu Hause ist viel zu tun), aber auch emotionale Anforderungen. Gleichzeitig finden die Befragten innerhalb des eigenen Haushalts weniger Unterstützung, da viele gleichermaßen betroffen sind. Die Auswirkungen zeigt sich unter anderem in einem erhöhten Work-Home-Konflikt.
Kernergebnis 3: Gegenläufige Entwicklungen bei digitalen Belastungsfaktoren
Während manche digitale Belastungsfaktoren steigen, sinken andere. Probleme, die der digitalen Arbeit zuzuordnen sind, wie die Nicht-verfügbarkeit von Technik, mangelnde Erfolgserlebnisse, oder die Omnipräsenz, nehmen zu. Dagegen nehmen Aspekte, die auf Unerfahrenheit im Umgang mit IT zurückzuführen sind, wie die Verunsicherung oder Jobunsicherheit, ab.
Kernergebnis 4: Digitaler Stress im Homeoffice ist sehr individuell
Wie Menschen mit der veränderten Arbeitssituation klarkommen, ist hochgradig individuell. So sind bspw. Menschen mit Führungsverantwortung stärker an die digitale Arbeit gewöhnt, Menschen mit Kindern leiden stärker und Menschen mit Erfahrung bzw. Zuversicht im Umgang mit digitalen Technologien und Medien kommen besser mit der Homeoffice-Situation zurecht.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-618361.html