Fraunhofer-Gesellschaft

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Cybersecurity in der vernetzten Produktion

White paper
 
: Kiesel, Raphael; Heutmann, Timo; Dering, Jan; Kies, Alexander; Vollmer, Thomas; Schmitt, Robert H.

:
Volltext urn:nbn:de:0011-n-6058170 (2.8 MByte PDF)
MD5 Fingerprint: 6ea8778a26ab1033d147981c9558e08d
Erstellt am: 5.12.2020


Aachen: Fraunhofer IPT, 2020
ISBN: 978-3-00-067180-7
Deutsch
Bericht, Elektronische Publikation
Fraunhofer IPT ()
kmU; IT

Abstract
Digitalisierung und Vernetzung bringen für Unternehmen ein enormes Wachstumspotenzial mit sich und werden in den kommenden Jahren stark an Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Deutschland gewinnen. Die Unternehmens- und Strategieberatung McKinsey & Company schätzt, dass deutsche Unternehmen bis 2025 durch konsequente Digitalisierung 126 Milliarden Euro zusätzlich an Wertschöpfung erzielen können. Im Gesamtkontext betrachtet erbrachte das produzierende Gewerbe im Jahr 2018 mehr als ein Viertel des gesamten deutschen Bruttoinlandsprodukts. Trotz des großen Wachstumspotenzials liegt die Digitalisierungsrate in der Produktion deutscher Großunternehmen erst bei knapp 30 Prozent bei kleinen und mittleren Unternehmen sogar nur bei 20 Prozent. Eines der größten Hemmnisse bei der Vernetzung ist die Cybersicherheit: Ging es bisher in erster Linie um die funktionale Sicherheit von Produktionsanlagen, so rückt nun die Cybersicherheit bedingt durch den Wandel von geschlossenen zu offenen cyberphysischen Systemen (CPS) immer mehr in den Vordergrund. Lange Lebenszyklen führen jedoch dazu, dass für Anlagen keine Updates mehr angeboten werden, Patch-Policies veralten und damit unzureichend sind und dass die verfügbaren Netzwerk-Protokolle nicht mehr sicher sind. Aufgrund der weltweiten Vernetzung ist Cyberkriminalität zudem nicht nur ein lokales, sondern ein globales Problem aller Industrienationen. Besonders Angriffe auf industrielle Automatisierungssysteme sowie die Anzahl der publik gewordenen Cyber-Vorfälle nehmen rasant zu. Cyberkriminalität reicht beispielhaft von schwerer Erpressung der Automobilhersteller mittels Ransomware bis hin zur physischen Beschädigung eines Hochofens in einem deutschen Stahlwerk. Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT hat deshalb einen ganzheitlichen Production Security Readiness Check (PSRC) auf Basis aktueller Normen, Standards und Guidelines entwickelt, der produzierenden Unternehmen aufzeigt, auf welchem Sicherheitsniveau sie sich gerade befinden und welchen Risiken sie ausgesetzt sind. Basierend auf dem Sicherheitsniveau des Unternehmens zeigt der Production Security Readiness Check Handlungsoptionen auf, anhand derer Unternehmen die Lücke zwischen dem bereits erreichten und dem gewünschten Sicherheitsniveau schließen können.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-605817.html