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EleNa II - Elektroantriebs-Nachrüstsätze für Diesel-Lieferwagen. Schlussbericht

Phase 2: Ein Beitrag von kleinen und mittelständischen Unternehmen zur BMVBS Modellregion Elektromobilität Region Stuttgart
 
: Panik, Ferdinand
: Gerstmayr, Stefan; Mannuß, Oliver et al.

Esslingen, 2016, 334 S.
Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur BMVI (Deutschland)
03EM0803; ELENA II
Deutsch
Bericht
Fraunhofer IPA ()
Elektromobilität; Kleine und mittlere Unternehmen KMU; Dieselmotor; Automobil; Automobiltechnik

Abstract
Herausforderungen und Ziele:
Gerade für kleinere und mittelgroße Unternehmen stellt die Anschaffung eines Elektrofahrzeugs eine hohe Investitionshürde dar. Verbunden mit der Reichweitenbeschränkung sind die hohen Anschaffungskosten von Elektrofahrzeugen häufig ein entscheidender Grund, von elektrischen Antriebskonzepten Abstand zu nehmen. Das Projekt "EleNa II" will deshalb einen Elektroantrieb-Nachrüstsatz zur Marktreife bringen, der eine kostengünstige Umrüstung eines Mercedes-Benz-Sprinters mit Dieselmotor in ein Plugin-Hybridfahrzeug ermöglichen soll. So sollen die Investitionshürden gesenkt und die Vorteile eines reichweitenstarken Verbrennungsmotors sowie eines emissionsneutralen Elektromotors kombiniert werden. Nachdem in der ersten Projektphase ein fahrtüchtiges Versuchsfahrzeug entwickelt und getestet wurde, zielt die zweite Projektphase auf eine breitere Erprobung, den Erhalt der Kleinserienzulassung und die weitere Senkung der Kosten für einen Markteintritt.
Vorgehen des Projektes:
Im Rahmen des Projektes "EleNa II" kommen acht nachgerüstete Mercedes-Benz Sprinter in einem ausgiebigen Probebetrieb zum Einsatz. Den Fahrerinnen und Fahrern stehen dabei vier Betriebsmodi zur Wahl, bei denen Verbrennungs- und Elektromotor entweder einzeln oder gleichzeitig auf den Antriebsstrang wirken. Während im Verbrenner-Modus der Elektromotor abgekoppelt ist, wird im Hybrid-Modus der Elektromotor zugeschaltet. Im reinen Elektromodus erreichen der 40 kW Elektromotor und die verbauten 16,8 kWh Akkukapazität eine Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h und eine Reichweite von etwa 50 km. Im Lademodus schließlich läuft der Elektromotor als Generator und speist Energie in die Fahrzeugbatterien zurück. Die Nachrüstkomponenten sind so konzipiert, dass sie komplett rückbaubar sind und ein Einsatz auch in Leasingfahrzeugen denkbar ist. Für die Entwicklung und Erprobung der Nachrüstlösung hat sich ein Kooperationsverbund aus mittelständische Unternehmen und Forschungseinrichtungen zusammengetan.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-599863.html