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Benchmarks to determine baselines for mitigation action under the Article 6.4 mechanism

Discussion paper
 
: Füssler, Jürg; Oberpriller, Quirin; Duscha, Vicki; Lehmann, Sascha; Arens, Marlene

:
Volltext (PDF; )

Berlin: DEHSt, 2019, 49 S.
Englisch
Bericht, Elektronische Publikation
Fraunhofer ISI ()
Paris agreement; Article 6; carbon markets; Benchmark; baseline; best available technology (BAT)

Abstract
Baseline setting with globally applicable and stringent benchmarks may be an important instrument for scaling-up market mechanisms under Article 6. Defining baselines based on BAU and NDC targets is challenging as targets are uncertain, sometimes unclear or have only a limited scope. Benchmarks promise to be an efficient and simple solution. This builds on the rationale that stringent benchmarks lead to baselines that are automatically below both BAU and to an emission trajectory that is compliant with the host-country’s NDC target. This analysis indicates that even though there are sub-sectors with medium or large potential for benchmarking (e.g. industry process emissions), most emission sources cannot be covered by global benchmarks. The reason is that goods and services are heterogeneous, and emissions tend to depend on exogenous local factors. Furthermore, if stringent benchmarks are used in many sectors expected carbon prices may not be on a level that would trigger additional action. Benchmarking is therefore barely the silver bullet with respect to crediting baselines under the Paris Agreement. However, if one shifts the focus from global benchmarks towards a more efficient and robust approach of setting project-specific crediting baselines, the large body of methodological approaches and reference values from emission trading systems and the CDM can be of use nevertheless.

 

Die Festlegung von Baselines mit weltweit anwendbaren und strengen Benchmarks kann ein wichtiges Instrument zur Ausweitung der Marktmechanismen gemäß Artikel 6 sein. Die Definition von Baselines auf Basis von BAU- und NDC-Zielen ist eine Herausforderung, da die Ziele unsicher, manchmal unklar oder nur einen geringem Geltungsbericht haben. Benchmarks versprechen hierfür eine effiziente und einfache Lösung. Der Grund ist, dass strenge Benchmarks zu Baselines führen, die automatisch sowohl unterhalb der BAU liegen, als auch zu einer Emissionstrajektorie, die dem NDC-Ziel des Gastlandes entspricht. Auch wenn es Teilbereiche mit mittlerem oder großem Benchmarking-Potenzial gibt (z. B. Emissionen aus industriellen Prozessen), zeigt diese Analyse, dass die Mehrheit der Emissionsquellen nicht durch globale Benchmarks abgedeckt werden kann. Waren und Dienstleistungen sind heterogen und die Emissionen hängen tendenziell auch von exogenen lokalen Faktoren ab. Darüber hinaus dürfte der erwartete CO2-Preis in vielen Sektoren nicht auf einem Niveau liegen, das zusätzliche Maßnahmen auslösen würde, wenn strenge Benchmarks verwendet werden. Benchmarking ist daher kaum der Königsweg, um die Probleme der Baseline-Setzung im Rahmen des Paris Abkommens zu lösen. Wenn man jedoch den Fokus von globalen Benchmarks auf einen effizienteren und robusteren Ansatz zur Festlegung projektspezifischer Baselines verlagert, kann der große Bestand von methodischen Ansätzen und Referenzwerden aus den Emissionshandelssystemen und dem CDM dennoch von Nutzen sein.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-593320.html