Fraunhofer-Gesellschaft

Publica

Hier finden Sie wissenschaftliche Publikationen aus den Fraunhofer-Instituten.

Chemisches Recycling von PLA - Möglichkeiten und Herausforderungen

Vortrag gehalten auf dem Kongress "Biopolymer" 2019, Halle a. d. Saale, 22. Mai 2019
 
: Lieske, Antje; Jesse, Kathrin

:
Präsentation urn:nbn:de:0011-n-5725672 (1.0 MByte PDF)
MD5 Fingerprint: 4bb3fc4dfbf09623f4b2e1a0a3121fb0
Erstellt am: 24.1.2020


2019, 20 Folien
Kongress "Biopolymer" <2019, Halle/Saale>
Deutsch
Vortrag, Elektronische Publikation
Fraunhofer IAP ()

Abstract
Kunststoffe aus nachwachsenden Rohstoffen erobern immer größere Anteile am gesamten Kunststoffmarkt. Einer dieser biobasierten Kunststoffe ist Polylactid (PLA). Mit dessen zunehmendem Einsatz gewinnen auch Fragestellungen zum Lebensende der daraus gefertigten Produkte an Bedeutung. Zwar ist PLA grundsätzlich bioabbaubar, eine Kompostierung ist jedoch nur in industriellen Kompostierungsanlagen möglich. Zudem ist eine Kompostierung in Spezialfällen (z.B. Agrarfolien) eine adäquate Option, da sie kontraproduktiv zu den gesamtgesellschaftlichen Zielen steht, Rohstoffquellen zu schonen und CO2-Emissionen zu verringern. Daher ist es unerlässlich, bereits heute parallel zur fortschreitenden Einführung von PLA entsprechende alternative Recyclingmöglichkeiten zu etablieren, die im Sinne einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft wirksam werden können. Da konventionelle mechanische Recyclingverfahren auch für PLA häufig mit einem Qualitätsverlust beim charakteristischen Eigenschaftsprofil des Kunststoffes verbunden sind, stellen chemische Recyclingrouten eine interessante Alternative dar. Der Beitrag wird chemische Recyclingrouten in den Gesamtkontext möglicher Recyclingverfahren einordnen und Ergebnisse eines von der FNR geförderten Vorhabens vorstellen, das die Möglichkeit zur Rückintegration von PLA-Abfällen in den PLA-Syntheseprozess untersucht. Der Vorteil dieser Recyclingroute besteht im Vergleich zu anderen chemischen Recycling-Verfahren darin, dass bestehende Syntheselinien für PLA genutzt werden können, also nahezu kein apparativer Mehraufwand erforderlich ist. Es werden die chemischen Grundlagen des Prozesses und die erzielten Resultate für verschiedene mögliche PLA-Recyclingströme beleuchtet. Zudem wird eine erste ökobilanzielle Bewertung der Recyclingroute präsentiert.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-572567.html

<