Fraunhofer-Gesellschaft

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Lignin-Anwendungen in der Elektronikindustrie

 
: Rückschloss, Jana; Altstädt, Volker; Birkner, Klaus; Dimitrova, Gergana; Engelmann, Gunnar; Ganster, Johannes; Lang, Klaus-Dieter; Nissen, Nils; Patermann, Simone; Proske, Marina; Schawaller, Dirk; Volkert, Bert; Weise, Kathrin; Weißhaar, Erol; Wolffram, Ingo

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Volltext ()

Schneider, K. ; Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft -BMEL-, Berlin; Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.:
Biokunststoff-Kongress 2014 : 21./22. Oktober 2014, Berlin
Gülzow: FNR, 2014 (Gülzower Fachgespräche 49)
ISBN: 978-3-942147-25-5
S.55-67
Biokunststoff-Kongress <2014, Berlin>
Deutsch
Konferenzbeitrag, Elektronische Publikation
Fraunhofer IZM ()

Abstract
Die Zielstellung des aktuell laufenden Forschungsprojekts mit dem Kurztitel "e-lignin" ist es, den Einsatz von ligninhaltigen Werkstoffen in der Elektronikindustrie zu erreichen. Der vollständige Titel lautet "Lignin als nachwachsender Rohstoff für Anwendungen in der Elektronik". Dazu sollen für einen größeren Masseneffekt Betriebsmittel der Elektronikfertigung einbezogen werden und für die besonders hohen technischen Anforderungen für ligninbasierte Leiterplattenmaterialien die industrielle Einsetzbarkeit demonstriert werden. Das Projekt knüpft an das von 2003 bis 2005 ebenfalls durch die FNR geförderte Projekt ?Entwicklung von elektrischen Baugruppen auf Verdrahtungsträgern aus nachwachsenden Rohstoffen? an. Um die Marktfähigkeit der neuen Applikationen zu sichern, müssen reproduzierbare Strukturparameter sowie chemische Reinheit von Lignin gewährleistet und -darauf aufbauend- ein breites Anwendungsfeld für dieses Biopolymer angestrebt werden. Im Rahmen dieses Projekts gilt es dementsprechend, verschiedene Nutzungsmöglichkeiten für Lignin in der Elektronik zu untersuchen: ligninbasierte Leiterplattensubstrate, Siebdruckrahmen sowie Bohr- und Fräsunterlagen. In allen Fällen können entscheidende Fortschritte demonstriert werden ? jedoch sind die notwendigen technischen Eigenschaften für einen Industrieeinsatz noch nicht vollständig verfügbar. Wie bei anderen Projekten zum technischen Einsatz von biobasierten Materialien ist bisher das anzustrebende Optimum für Substitutionen, in dem ein substanzieller und nachweisbarer Umweltvorteil mit geringen oder keinen Mehrkosten erreicht werden kann, noch nicht ermittelt worden. Wenn im Trend erdölbasierte Rohstoffe weiter teurer werden und mehr Firmen auf den Ressourcenverbrauch ihrer Zuliefererketten achten, werden bis zum Projektabschluss zumindest die Grundlagen für industrielle Nischenanwendungen gelegt sein. Das Interesse von Elektronikfirmen, mehr nachwachsende Rohstoffe in ihrem Angebotsportfolio aufzuzeigen, ist weiterhin groß.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-568787.html