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Reduzierung der Gewässerbelastungen mit Rückständen von Arzneistoffen in ausgewählten Pilotgebieten

Vortrag gehalten bei der 53. Dienstbesprechung "Kommunales Abwasser und Gewässerschutz", 4. und 5. Juli 2018, Altensteig
 
: Tettenborn, Felix; Hillenbrand, Thomas; Wöhler, Lara

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Präsentation urn:nbn:de:0011-n-5591456 (1.1 MByte PDF)
MD5 Fingerprint: e45a11fb6c23420daa50fd3116991565
Erstellt am: 20.9.2019


2018, 18 Folien
Dienstbesprechung "Kommunales Abwasser und Gewässerschutz" <53, 2018, Altensteig>
Deutsch
Vortrag, Elektronische Publikation
Fraunhofer ISI ()

Abstract
Arzneistoffe und ihre Rückstände wurden in den letzten Jahren auch aufgrund verbesserter Analysemethoden verstärkt in unterschiedlichen Umweltmedien nachgewiesen. Gleichzeitig werden unterschiedliche Maßnahmen zur Verringerung dieser Belastungen auf verschiedenen Ebenen diskutiert: So wird auf europäischer Ebene bspw. ein strategischer Ansatz gegen die Verschmutzung von Gewässern durch pharmazeutische Stoffe entwickelt. In der Beobachtungsliste für Stoffe, „die [...] ein erhebliches Risiko für [...] die aquatische Umwelt [...] darstellen“, gehören u. a. Arzneistoffe wie die Antibiotikagruppe der Makrolide. Auf nationaler Ebene wurden zur Entwicklung der Spurenstoffstrategie des Bundes im Rahmen eines Stakeholder-Dialoges von den beteiligten Akteure Handlungsempfehlungen erarbeiteten, die auf einen umfassenden Ansatz zur Stoffeintragsreduktion abzielen. Um Emissionen von Arzneistoffen in die Gewässer zu verringern, stehen neben möglichen nachgeschalteten Maßnahmen (Verbesserung der Reinigungsleistung der Kläranlagen durch eine Einführung einer weitergehenden Spurenstoffbehandlung) sowohl quellenorientierte Maßnahmen (u. a. bei Stoffentwicklung, Verschreibung und Anwendung) als auch dezentrale Maßnahmen bspw. bei Gesundheitseinrichtungen zur Verfügung. Zielsetzung von ReAs ist die Erarbeitung, der Vergleich und die Bewertung unterschiedlicher Konzepte zur Reduzierung der Arzneistoffeinträge aus Gesundheitseinrichtungen in die Gewässer am Beispiel konkreter Pilotgebiete. Hierbei liegt ein besonderer Fokus auf der Analyse der Relevanz von Gesundheitseinrichtungen und dem Potenzial für mögliche Minderungsmaßnahmen. Das Vorhaben wurde begleitet und gefördert vom Regierungspräsidium Karlsruhe und vom Umweltministerium Baden-Württemberg.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-559145.html