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Schlussbericht: Transitionsgestaltung für nachhaltige Innovationen – Initiativen in den kommunal geprägten Handlungsfeldern Energie, Wasser, Bauen & Wohnen (TransNIK)

 
: Dütschke, Elisabeth; Wesche, Julius P.; Köhler, Jonathan; Hohmann, Claudia; Niederste-Hollenberg, Jutta; Schirrmeister, Elna; Erdmann, Lorenz; Renz, Ina; Hacke, Ulrike; Müller, Kornelia; Laws, Norman; Heinrich, Harald

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Volltext urn:nbn:de:0011-n-5526609 (1.2 MByte PDF)
MD5 Fingerprint: bb5738233ca28806d3367d6db46da8b9
Erstellt am: 6.8.2019


Karlsruhe: Fraunhofer ISI, 2018, II, 48 S.
Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF (Deutschland)
01UT1417A-C; TransNIK
Transitionsgestaltung für nachhaltige Innovationen – Initiativen in den kommunal geprägten Handlungsfeldern Energie, Wasser, Bauen & Wohnen
Deutsch
Bericht, Elektronische Publikation
Fraunhofer ISI ()
Kommune; Kommunalverwaltung; Transitionen; Wärmenetze; Wasserinfrastruktur; Wohnprojekte; Municipal level; Transitions; Heat grids; Water infrastructure; Housing projects

Abstract
Ziel des TransNIK-Projekts war es, Treiber und Hindernisse für die Entwicklung und Verbreitung innovativer nachhaltiger Ansätze in drei Handlungsfeldern zuuntersuchen: Energie, Wasser und Bauen & Wohnen. Darüber hinaus war es das Ziel, Schlüsselpunkte für den Übergang zu neuen Lösungen zu identifizieren. Die Datenerhebung für die Fallstudien, die im Laufe des Jahres 2016 erfolgte, basiert im Wesentlichen auf insgesamt 67 semistrukturierten Interviews und wurde ergänzt durch Internet-Recherchen und Dokumentenanalysen. Die Analysen zeigen, dass in allen Handlungsbereichen die Nischen mit einer begrenzten Passfähigkeit ihrer Anforderungen zu den vorhandenen Regularien und Institutionen zu kämpfen haben. Darüber hinaus gibt es Spannungsfelder zwischen den Ideen der Projektteams und den anderen beteiligten AkteurInnen, z. B. der Bevölkerung/potentieller NutzerInnen, aber auch von Institutionen wie Banken. Eine besondere Rolle spielen dabei BeraterInnen oder vergleichbare Intermediäre, die die Projektgruppen bei einer Professionalisierung unterstützen können. Solche VermittlerInnen waren im Wassersektor bisher weniger aktiv als in den Bereichen Heizung und Wohnen. Darüber hinaus stellt das Fehlen von Expertise immer wieder eine Herausforderung für Projekte dar. Die Integration mit anderen kommunalen Projekten kann zu Synergien und Effizienzsteigerungen führen. Oft scheinen die AkteurInnen jedoch an der Grenze ihrer Fähigkeiten zu agieren. Daher werden diese Synergien nur selten realisiert. Die vorhandene Infrastruktur oder die Zugänglichkeit und Anpassungsfähigkeit der bestehenden Infrastruktur haben einen wesentlichen Einfluss auf den Projekterfolg. Hier stellt sich insbesondere Frage, inwieweit Gelegenheitsfenster („Windows of Opportunity“) genutzt werden können, um bisherige Pfade zu verlassen. Eine quantitative Bewertung der Nachhaltigkeit findet in den Projekten kaum statt, auch wenn sie eine wichtige Motivation ist. Weiterhin gibt es bisher kaum bereichsübergreifende Projekte aufgrund zu hoher Komplexität. Die generierten Ergebnisse beleuchten die Komplexität von nachhaltigkeitsbezogener Governance auf kommunaler Ebene, bieten aber auch politische Vorschläge zur Beschleunigung lokaler Transitionen.

 

The aim of the TransNIK project was to investigate drivers and obstacles to the development and dissemination of innovative sustainable approaches in three fields of activity: energy, water and building & living. Furthermore it was the goal to identify key points for a transition to new solutions. The data collection for the case studies, which took place in the course of 2016, is based primarily on a total of 67 semi-structured interviews and was supplemented by internet research and document analyzes. The analyzes shows that in all areas of activity, the niches are struggling with a limited match with current regulation and institutions. Furthermore, there are areas of tension between the ideas of the project teams and the other involved actors, e.g. of the population/potential users, but also of institutions such as banks. Advisers and comparable interpreters, who can support the project groups in professionalisation, play a special role here. Such mediators have so far been less active in the water sector than in the areas of heating and living. Apart from that, lack of expertise continuously poses a challenge to projects. Integration with other project driven on the municipal scale can lead to synergies and increased efficiency. However, often actors seem to be operat-ing on the edge of their capacities. Thus, these synergies are only realized seldomly. The existing infrastructure or the accessibility and the adaptability of the existing infra-structure have an important influence on the success of the projects in scope. This raises questions, in particular, to what extent windows of opportunity can and need to be used in order to to escape socio-technical intertia. Finally, a quantitative evaluation of the sustainability impacts hardly take place in the projects, even if it is an important motivation. The generated results shed light on the complexity of sustainability related governance on the municipal level, but also offers policy suggestions to accelerate local transitions.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-552660.html