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Der Mensch in der Intralogistik

Unternehmensstudie von IWL AG und Fraunhofer IAO zur präventiven Arbeitsgestaltung in der Intralogistik im Rahmen des BMBF-Projekts PREVILOG
 
: Braun, Martin; Kille, Birgit; Marrenbach, Dirk; Scholtz, Oliver
: Spath, Dieter; Ehmann, Ralph

:
Volltext urn:nbn:de:0011-n-5522575 (1.7 MByte PDF)
MD5 Fingerprint: 578fb2ecb87d08d4ee007b4d4542a52f
Erstellt am: 24.7.2019


Stuttgart: Fraunhofer IAO, 2019, 32 S.
Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF (Deutschland)
01FA15104; PREVILOG
Präventive Intralogistik - Ganzheitliche Analyse, Gestaltung und Bewertung von Arbeitssystemen der Intralogistik
Deutsch
Studie, Elektronische Publikation
Fraunhofer IAO ()

Abstract
Die Logistikbranche beschäftigt in Deutschland etwa 2,8 Millionen Menschen. Sie agiert als Dienstleister in einem Umfeld, das durch zunehmende Dynamik, Komplexität und Unplanbarkeit gekennzeichnet ist. Mithin sehen sich intralogistische Unternehmen hohen Flexibilitäts-, Kosten-, und Wettbewerbsanforderungen ausgesetzt. Die geforderte Flexibilität wird gegenwärtig zumeist durch den Einsatz von Leiharbeitskräften bewältigt. Personelle Maßnahmen reichen jedoch immer seltener aus, um kurzfristige und ungeplante Leistungsschwankungen zu kompensieren. Der Wettbewerb um ein begrenzt verfügbares Arbeitskräfteangebot schränkt diesen Lösungsweg immer stärker ein. Neueinstellungen qualifizierter Mitarbeiter gestalten sich in der Logistikbranche (unter den Bedingungen des Niedriglohnsektors) immer schwieriger; der Krankenfehlstand und die Fluktuationsrate junger Mitarbeiter ist vergleichsweise hoch. Der sozio-demografische Wandel zwingt zur präventiven Gestaltung der Arbeit, um Mitarbeiter zu binden und neue Mitarbeiter zu gewinnen Die skizzierten Herausforderungen standen im Mittelpunkt des Forschungs- und Transferprojekts "Präventive Prinzipien und Methoden der alterns- und marktgerechten Arbeitssystemgestaltung in der Intralogistik (PREVILOG)". Im Projektverlauf stellte sich recht bald heraus, dass den gesunden Menschen eine tragende Rolle in der Intralogistik zukommt, solange eine flexible Automatisierung nicht wirtschaftlich realisierbar ist. Es drängte sich die These auf, dass der sozio-demografische Wandel in Form einer erschwerten Mitarbeiterrekrutierung die Logistikbetriebe zunehmend zwingt, ihre Arbeitssysteme präventiv zu gestalten, um geeignete Mitarbeiter zu binden bzw. neu zu gewinnen. Diese These galt es in Form einer Studie zu untersuchen. Um über eine solide Wissensbasis zu verfügen, haben wir 57 Unternehmensvertreter zur Situation am Kunden und Arbeitsmarkt, zum Stand der präventiven Arbeitsgestaltung und zu deren Potenziale in einem Online-Fragebogen befragt. Diese Erkenntnisse haben wir durch persönliche Experten-Interviews in vier ausgewählten Unternehmen der Intralogistik vertieft.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-552257.html