Fraunhofer-Gesellschaft

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Simulierte Agenten-Steuerung

 
: Daniluk, D.; Trautmann, A.

Ten Hompel, M. ; Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik -IML-, Dortmund:
Software in der Logistik - Prozesse, Vernetzung, Schnittstellen : Anforderungen, Funktionalitäten und Anbieter in den Bereichen WMS, ERP, TMS und SCM
München: Huss, 2007 (Logistik - Praxis)
ISBN: 3-937711-45-7
ISBN: 978-3-937711-45-4
S.29-34
Deutsch
Aufsatz in Buch
Fraunhofer IML ()
Materialflussrechner (MFR); MultiShuttle; Multi-Agenten-System (MAS)

Abstract
Die Inbetriebnahme von Materialflussrechnern (MFR) ist eine komplexe Aufgabe.
Mittels Emulation lässt sich die Software bereits im Vorfeld testen und an die Bedingungen im Echtbetrieb anpassen. Ein beobachtbares Phänomen in der Logistik ist der Trend zu höheren Sendefrequenzen bei abnehmenden Volumina einzelner Sendungen. Ein Wandel technischer Materialflusssysteme hin zu automatisierten Systemen, die auf das effiziente Lagern und Transportieren kleinerer Einheiten ausgelegt sind, ist die Konsequenz. Ein solches System ist das vom Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML) gemeinsam mit Siemens entwickelte und mit dem VDI-Innovationspreis 2004 ausgezeichnete Multishuttlesystem. Zur Steuerung solcher komplexer Systeme eignen sich Multiagenten- systeme, wie sie von der LinogistiX GmbH realisiert werden. Um diese vor einer Inbetriebnahme testen zu können und um den Agenten eine virtuelle Lernumgebung zur Verfügung zu stellen, kommt das Mittel der Emulation zum Einsatz, bei der das Steuerungssystem mit einem Simulationsmodell gekoppelt wird. Die im Vergleich zu klassischen Steuerungssystemen höhere Anzahl von Kommunikationsschnittstellen sowie die Nähe zur unterlagerten Steuerungsebene erfordern hier besondere Vorkehrungen. Im Rahmen einer wissenschaftlichen Arbeit am Fraunhofer IML wurde eine Kopplung zwischen einem Multiagenten-basierten Materialflussrechner (MFR) für ein automatisches Lagersystem mit Hilfe der High Level Architecture (HLA) realisiert. Besonderes Augenmerk bei der Emulation lag auf der realitätsnahen Abbildung der Kommunikationslaufzeiten. Anhand von Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass das Kommunikationsverhalten zwischen realer Anlage und Emulation ausreichend genau ist.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-55052.html