Fraunhofer-Gesellschaft

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Röntgenuntersuchungen für kurzzeitdynamische Anwendungen

 
: Kurfiß, Malte; Moser, Stefan; Popko, Gregor; Nau, Siegfried

:
Volltext (PDF; )

Ewert, U. ; Deutsche Gesellschaft für Zerstörungsfreie Prüfung e.V. -DGZfP-, Berlin; Deutsche Gesellschaft für Zerstörungsfreie Prüfung e.V. -DGZfP-, Ausschuß Durchstrahlungsprüfung und Strahlenschutz:
Aktuelle Fragen der Durchstrahlungsprüfung und des Strahlenschutzes : 17. Seminar, 30. März 2017, Dresden
Berlin: DGZfP, 2017 (DGZfP-Berichtsbände 160)
ISBN: 978-3-940283-83-2
Vortrag 3, 6 S.
Seminar Aktuelle Fragen der Durchstrahlungsprüfung und des Strahlenschutzes <17, 2017, Dresden>
Deutsch
Konferenzbeitrag, Elektronische Publikation
Fraunhofer EMI ()

Abstract
In der Zerstörungsfreien Prüftechnik ist man seit langem bestrebt die Inspektionszeit durch Beschleunigung des Röntgens zu verkürzen. Insbesondere in der automatischen Prüfung sind die Belichtungszeiten dank moderner Röhren und Detektoren bereits im Bereich weniger Sekunden oder darunter. Eine zwar verwandte, aber prinzipiell mit anderen Herausforderungen verbundene Fragestellung ist die bildgebende Röntgendiagnostik dynamischer Vorgänge auf kurzen Zeitskalen bis hin in zu Mikrosekunden. In der zerstörungsfreien Prüfung ist die Belichtungszeit ein von der zu erreichenden Bildgüte abhängiger Parameter. Bei der Untersuchung von kurzzeitdynamischen Prozessen ist die Belichtungszeit jedoch eine Größe, die von der Zeitskala des Prozesses abhängt. Daher muss hierbei auf Röntgentechnik gesetzt werden, die in kurzer Zeit eine höchstmögliche Dosis liefert. Weiterhin ist man insbesondere bei hochdynamischen Prozessen dazu gezwungen von herkömmlichen und bekannten Aufnahmegeometrien abzuweichen und im Experiment einen Kompromiss zwischen bestmöglichen Bildergebnissen und Schutz der Infrastruktur einzugehen. Mithilfe von Röntgen-Blitz-Röhren und modernen Hochgeschwindigkeitskameras sind hiermit Prozesse beobachtbar, die auf sehr kurzen Zeitskalen ablaufen. Beispiele dafür sind die Öffnung von Airbags oder die Energieabsorption von Stauchrohren, vergleichbar den Vorgängen in einem Fahrzeug-Crash. Damit lassen sich Informationen gewinnen, die mit bisher verfügbaren, herkömmlichen Methoden nicht zugänglich waren. Durch spezielle Computertomographie-Algorithmen, die auf die Verwendung extrem weniger Projektionen optimiert sind, lassen sich sogar 3D-Rekonstruktion zu einzelnen Zeitpunkten der dynamischen Vorgänge berechnen. In diesem Vortrag werden anhand von Beispielen die Möglichkeiten und Einschränkungen der aktuellen Verfahren vorgestellt und diskutiert.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-534910.html