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eStandards - Enabler der digitalen Transformation von Geschäftsmodellen

 
: Abdelkafi, Nizar; Radic, Marija

:
Volltext urn:nbn:de:0011-n-5344855 (495 KByte PDF)
MD5 Fingerprint: 5bb65079988d81ed97fa64995d6c397b
(CC) by
Erstellt am: 19.2.2019


Bullinger, Angelika C. (Hrsg.):
Innovation der Innovation - neu gedacht, neu gemacht : Innteract Conference; 28. - 29. Juni 2018, Chemnitz
Chemnitz: aw&l Wissenschaft und Praxis, 2018 (aw&I conference 3)
ISSN: 2569-3468
12 S.
Innteract Conference <2018, Chemitz>
Deutsch
Konferenzbeitrag, Elektronische Publikation
Fraunhofer IMW ()
eStandards; Geschäftsmodell; Dienstleistung; Digitale Transformation

Abstract
Der vorliegende Beitrag befasst sich mit der Relevanz von eStandards für die digitale Transformation von Geschäftsmodellen. eStandards sind elektronische Standards zur Vereinheitlichung von Datenaustauschformaten, die Medienbrüche‎ innerhalb der Wertschöpfungskette verringern. Beispiele für eStandards sind Standards wie eCl@ss, der Produkte und Dienstleistungen branchenübergreifend eindeutig beschreibt und klassifiziert oder ZUGFeRD, ein übergreifendes Format für elektronische Rechnungen, das für den Rechnungsaustausch zwischen Unternehmen, Behörden und Verbrauchern genutzt werden kann und den Austausch strukturierter Daten zwischen Rechnungssteller und Rechnungsempfänger ermöglicht (eCl@ss, 2018, FeRD, 2018). Zu den eStandards gehören auch solche Standards, welche die Kommunikation zwischen Maschinen im Rahmen von Industrie 4.0 ermöglichen. Für diesen Beitrag haben wir 20 eStandards-Projekte analysiert, die im Rahmen des Förderschwerpunkts Mittelstand-Digital durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wurden. Insbesondere gehen wir auf die Chancen und Hemmnisse bei der Implementierung von eStandards ein. Unsere Analyse verdeutlicht, dass eStandards primär operative Geschäftsprozesse unterstützen. Sie tragen eher dazu bei, Geschäftsmodelle inkrementell zu verändern. Die Verknüpfung von eStandards mit dem digitalen Reifegrad, d.h. mit dem Fortschritt der digitalen Transformation eines Unternehmens und somit dem digitalen Wettbewerbsvorteil (Gassman und Sutter, 2016), zeigt, dass bestimmte eStandards nur bei niedrigen digitalen Reifegrade n geeignet sind, um die ersten Schritte in Richtung Digitalisierung zu ermöglichen, während andere eStandards in fortschrittlichen Stadien der Digitalisierung Anwendung finden. Somit unterstützen eStandards die Digitalisierung von bestehenden Geschäftsmodellen, aber sie führen nicht zwangsläufig zu komplett digitalen Geschäftsmodellen. Unternehmen mit hohen Reifegraden sind allerdings diejenigen, die eher in der Lage sind neue digitale Geschäftsmodelle und Dienstleistungen zu entwickeln und zu implementieren.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-534485.html