Fraunhofer-Gesellschaft

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Modernste Verbrennungstechnik zur Einhaltung strengster Abgasgrenzwerte

 
: Ecker, Martin; Aleysa, Mohammad

HLH. Heizung, Lüftung/Klima, Haustechnik 69 (2018), Nr.2, S.25-28
ISSN: 0017-9906
ISSN: 1436-5103
ISSN: 1434-422X
Deutsch
Zeitschriftenaufsatz
Fraunhofer IBP ()

Abstract
In der öffentlichen Wahrnehmung stehen Holzfeuerungen für einen spürbaren Anstieg an den Gesamtemissionen. So wird das Thema "Minderung von Schadstoffen aus Biomassefeuerungen" ständig debattiert und gewinnt zunehmend an Bedeutung. Einen Rückgang der Umweltbelastung sieht die Öffentlichkeit nicht. Die Bereitstellung von sicheren unabhängigen Energiequellen zur ökologischen und ökonomischen Versorgung der Industrie sowie der Haushalte in Deutschland mit Strom und Wärme ist ein wesentliches politisches Ziel und stellt eine der höchsten Prioritäten der Energiewirtschaft in Deutschland dar. Die Suche nach alternativen regional verfügbaren Energiequellen wie Biomasse wird aufgrund der nicht vorhersehbaren Preisentwicklung und der Knappheit der fossilen Energieträger zunehmend an Bedeutung gewinnen. Die verstärkte energetische Nutzung der Biomasse darf andererseits nicht zur Erhöhung der gesundheitsgefährdenden Schadstoffemissionen führen und erfordert die Entwicklung von innovativen Verbrennungstechnologien wie des LEVS, die eine ökonomische und ökologische Energiebereitstellung gewährleisten. Zur praktischen Umsetzbarkeit des Low-Emission-Verbrennungssystems (LEVS) in einem Serienprodukt müssen die erworbenen Betriebserfahrungen beziehungsweise Forschungsergebnisse aus einer technischen, wirtschaftlichen und ökologischen Sichtweise weiter intensiv betrachtet und bewertet werden. Darüber hinaus müssen sich die Ergebnisse und Erkenntnisse in Langzeituntersuchungen und im Praxiseinsatz bewähren. Ein großer Vorteil ist der modulare Aufbau. Die drei Bausteine können unabhängig voneinander zur Anwendung kommen. Das macht eine schrittweise Umsetzung der Technologien möglich. Das LEVS zeigt, dass auch in der bewährten Technik der Holzvergaserkessel noch Raum für Entwicklungspotenzial steckt. Für den Kunden bedeutet dies eine Maximierung des Wirkungsgrads und eine Minimierung der Emissionen - über alle Betriebsphasen hinweg und unabhängiger von der Beschaffenheit des eingesetzten Holzbrennstoffs. In Zukunft könnten die Forschungsergebnisse für das LEVS auch in der Entwicklung automatischer Anlagen zum Einsatz kommen, um hier die Nutzung sonstiger biogener Reststoffe als Brennstoff zu ermöglichen.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-523922.html