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Lackierfehler durch Additive

Ein Überschuss an migrierfähigen Additiven kann zu Benetzungsstörung und Lackenthaftung führen. Was kann eine optimale Reinigung hier leisten?
 
: Krug, Annette; Weber, Katharina

Besser lackieren! Die Oberflächen-Zeitung 20 (2018), Nr.17, S.6
ISSN: 1439-409X
Deutsch
Zeitschriftenaufsatz
Fraunhofer IPA ()
Lackierfehler; Additiv; Benetzungsstörung; Reinigung; Polypropylen (PP); Haftfestigkeit; Haftung (Werkstoff)

Abstract
Die Ursache von Lackhaftungsproblemen bei PP-Spritzgussteilen scheint anteilig auch auf migrierfähige Additive zurückzuführen zu sein. Nicht chemisch eingebundene, niedermolekulare Inhaltsstoffe wandern aus dem Polymersubstrat an dessen Oberfläche sowie in die darüber liegenden Lackschichten. Wie in zeitlichen Intervallen wiederholende Dichlormethan-Spülungen von PP-Substrat zeigen, führt eine Reinigung zu keiner dauerhaften Reduktion der löslichen Anteile: Die Additivauflage nimmt zunächst stetig ab, nach einer größeren Zeitspanne kann dann aber wieder vermehrt Additiv abgespült werden, soviel, wie im ursprünglichen Ausgangszustand, wobei hohe Temperatur den Migrationsvorgang forcieren dürfte. Alle bisher untersuchten Reinigungsverfahren (Labor, CO2-Snowclean, Powerwash) konnten die Benetzungsstörungen bei einem Substrat mit dem besonders kritischen, in erhöhter Menge eingesetzten Formtrennmittel nicht reduzieren.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-519602.html