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Schlüsselfaktoren für Spin-off-Gründungen aus anwendungsorientierten Forschungseinrichtungen

Eine empirische Analyse von Kernfaktoren als Determinanten für die Ausgründungsförderung in der angewandten Forschung
Key promoters for spin-off foundations from application-orientated research institutions. An empirical analysis of core factors as determinants for spin-off promotion in application-orientated research
 
: Kroh, Christian
: Göschel, Angela

Dresden, 2018, 106 S.
Dresden, TU, Dipl.-Arb., 2018
Deutsch
Diplomarbeit
Fraunhofer IWU ()
anwendungsorientierte Forschung; Ausgründung; Forschung und Entwicklung; know-how; Innovation; spin-off; Wissens- und Technologietransfer

Abstract
Die Wettbewerbsfähigkeit global agierender Volkswirtschaften wird zunehmend durch die Fähigkeit charakterisiert, grundlegende Ideen und Neuerungen in marktfähige Produkte und Dienstleistungen zu überführen. Die anwendungsorientierte Forschung fungiert als Bindegliedzwischen der Grundlagenforschung und dem Markt. Somit ist diese Forschungsausrichtung essenziell für die Gestaltung des angesprochenen Wissens- und Technologietransfers. In diesem Zusammenhang entwickelt sich die Förderung des Transferpfades Spin-off zu einem erklärten Ziel für Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Dessen ungeachtet ist der prozentuale Anteil von Unternehmensneugründungen, welcher als Spin-off einer Forschungseinrichtung entspringt, noch vergleichsweise gering. Die vorliegende Arbeit untersucht basierend auf einer vorgelagerten Literaturanalyse Erfolgskriterien für die Förderung von Spin-off-Formaten aus der anwendungsorientierten Forschung. Die identifizierten Faktoren bilden die Basis für die Anwendung einer deduktiv geleiteten, qualitativen Forschungsmethodik. Die Erfassung vier geeigneter Betrachtungsfälle wird durch eine Voranalyse des Forschungsfeldes gewährleistet. Anhand dieser Fälle kann ein zuvor entwickeltes theoretisches Framework für die Ausgründungsförderung zur Erweiterung des Kenntnisstandes genutzt werden. Hierzu wird die Durchführung multipler Fallstudienmit einem flexiblen Design realisiert. Als Resultat dieses Prozesses entsteht ein modifiziertes Framework, welches die in der anwendungsorientierten Forschung vorherrschenden Verbesserungskontexte, Verbesserungsinstrumente und letztlich Lösungselemente so kombiniert, dass sowohl generalisierte Gesamterkenntnisse als auch spezifische Handlungsempfehlungen generiert werden. Auf diese Weise entstehen multidimensionale Wirkkonstrukte, die zukünftig als Basis für die weiterführende Forschung genutzt werden können. Des Weiteren wird eine Grundlage für die Definition eines noch breiteren konzeptionellen Frameworks zur verbesserten Erschließung des Ausgründungspotenzials aus Forschungseinrichtungengeschaffen. Zusammenfassend gelingt es, eine hochwertige Voraussetzung für die weitere Arbeit in verwandten Forschungsbereichen zu schaffen und gleichzeitig für die Praxis relevante Erkenntnisse mit konkreten Handlungsempfehlungen zu hinterlegen.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-518529.html