Fraunhofer-Gesellschaft

Publica

Hier finden Sie wissenschaftliche Publikationen aus den Fraunhofer-Instituten.

Niederkomplexe Systeme mit hohem Gebrauchswert durch Verschmelzen von Struktur und Funktion auf Werkstoffebene

Vortrag gehalten auf dem Symposium "Werkstoffe und Konzepte für Fahrzeuge von morgen", 6. und 7. November 2018, Salzgitter
 
: Kunze, Holger; Meinel, Frithjof; Drossel, Welf-Guntram

:
Präsentation urn:nbn:de:0011-n-5184869 (5.4 MByte PDF)
MD5 Fingerprint: 32ad5a10693b6082a1b765a59c4f0e38
Erstellt am: 14.11.2018


2018, 38 Folien
Symposium "Werkstoffe und Konzepte für Fahrzeuge von morgen" <2018, Salzgitter>
Deutsch
Vortrag, Elektronische Publikation
Fraunhofer IWU ()
smart material; morphing; formveränderliche Oberfläche; Netzwerk; Transdisziplinarität; Design

Abstract
Der Mensch mit seinen Bedürfnissen ist die wesentliche Triebkraft für Innovationen, nicht nur im Automobilbau. Er misst den Nutzen von Produkten an den Kriterien Funktionalität, Bezahlbarkeit, Zuverlässigkeit und Nachhaltigkeit. Im Bestreben, allen Forderungen gleichermaßen gerecht zu werden, werden Produkte und Produktionsprozesse zunehmend komplexer. Der Aufwand zur Problemlösung steigt überproportional und die Entwicklungsdynamik fällt hierbei steil ab. Mit intelligenten Materialien/Funktionswerkstoffen/smart materials ist eine Transformation von Funktionalitäten auf die Werkstoffebene möglich. Ein Paradigmenwechsel im Produkt – die Verschmelzung von Funktion und Struktur - wird möglich. Damit kann eine neue Qualität im Produktdesign erreicht werden. Die Form folgt stringent der Funktion, die Nutzbarkeit ist intuitiv und folgt natürlichen Vorbildern. Produkt und Produktionsprozesse werden durch smart materials kreativ und wissensbasiert und weniger durch Investitionsumfang und Lohnkosten bestimmt. Die Orientierung an Nutzerbedarfen (Autonomes Fahren, Carsharing), die Anwendungsszenarien für intelligente Werkstoffe im Produkt „Auto“ aber auch dessen Produktionsprozess, die bislang ungenutzten Potenziale transdisziplinärer Zusammenarbeit (Ingenieure, Designer, Soziologen, Psychologen und Betriebswirtschaftler), konkrete Anwendungsbeispiele (bspw. für das Fahrzeuginterieur) sowie das Thema, die Akzeptanz von Funktionswerkstoffen bei potenziellen Nutzern zu hinterfragen, sind Gegenstand unseres eingereichten Beitrags. Die Beispiele reichen von gedruckten Funktionspanels über intuitive Belüftungssysteme bis hin generellen Fragen der Werkstoff-Authentizität im Fahrzeug.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-518486.html