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Digital-aktiv-assistiertes Therapiekonzept in der gerätegestützten FED-Methode für eine aktive Haltungskorrektur bei Patienten mit idiopathischer Skoliose

Vortrag gehalten auf der Konferenz bionection, Smart Medical Devices and Therapies,, 24. und 25. Oktober 2018, Dresden
 
: Elsner, Sophia; Werner, Michael; Nisser, Jenny; Derlien, Steffen

:
Präsentation urn:nbn:de:0011-n-5184857 (1.6 MByte PDF)
MD5 Fingerprint: 376db163153ec3d993cad42a393f09ab
Erstellt am: 14.11.2018


2018, 15 Folien
Konferenz bionection <5, 2018, Dresden>
Deutsch
Vortrag, Elektronische Publikation
Fraunhofer IWU ()
FED-Therapie; Skoliose; Interaktion Design; interface design; digital health; smart device; Assistenzsystem

Abstract
Die vorliegende Arbeit wurde mit dem Ziel durchgeführt, die FED-Therapie (Fixation – Elongation – Derotation) durch Gestaltung der Interaktion und des Interfaces zu verbessern. Die folgende Hypothese stand dabei im Vordergrund: „Durch die Implementierung eines digitalen Assistenzsystems in das bisherige Therapiesystem, ist es möglich die aktive Beteiligung der Patienten im FED-Gerät zu erhöhen. Dadurch kann beispielsweise eine Autokorrektur der Körperhaltung in die Therapie integriert werden, welche die Regredienz der idiopathischen Skoliose positiv beeinflusst. “Grundlage der Arbeit ist eine nutzerabhängige Anwenderbefragung von Patienten und Therapeuten, die mit der FED-Therapie arbeiten. Es ließ sich ein deutlicher Entwicklungsbedarf der Mensch-Geräte-Schnittstelle und des Therapieverlaufes feststellen. Das Smart Device besteht sowohl aus einem Ultraschall-Sensor, der die Körperbewegungen der Patienten im FED-Gerät erfasst, als auch einem Benutzerinterface. Kern der Applikation ist die ergonomische Nutzerführung durch die Therapie und eine Integration von leicht nachvollziehbaren Therapieanweisungen. Gleichzeitig sorgt die Applikation für mehr Transparenz und ermöglicht den Patienten erstmals einen Ein- sowie Überblick des Therapiefortschrittes. Durch eine automatische Dokumentation der aufgenommenen Daten und ein verbessertes Patienten-Monitoring erfolgt eine Entlastung der Therapeuten. Dem Patienten soll es erleichtert werden, sich mittels der Gamification-Methode auf ein aktiveres und komplexeres Therapiekonzept einzulassen. In die Applikation ist daher ein Bewegungsspiel integriert. Der Patient kann durch die Erfassung seiner Bewegungen im FED-Gerät das Spiel mit der eigenen Körperhaltung steuern. Als Parameter dient dabei der Input durch die Ultraschall-Sensoren. Unterschiedliche Schwierigkeitsgrade sowie ein Punkte- und Belohnungssystem sind beispielsweise verwendete grundlegende Spielmechanismen. Sie führen zu einer erhöhten Patienten-Motivation, einem aktiveren Mitwirken in der Therapie und einer aktiveren Haltungskorrektur.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-518485.html