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Studien zu Stillen und Säuglingsernährung in Deutschland "SuSe" - die Rolle der Geburtskliniken bei der Mütterrekrutierung 1997/98 und 2017/18

 
: Burak, Constanze; Pohlhausen, Stefanie; Lücke, Thomas; Rudolf, Henrik; Burmann, Anja; Meister, Sven; Kersting, Mathilde

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Volltext (PDF; )

Graeve, L. ; Deutsche Gesellschaft für Ernährung -DGE-, Bonn:
German Nutrition Society. Proceedings : Abstractband zum 55. Wissenschaftlichen Kongress, 7.-9. März 2018, Universität Hohenheim, Stuttgart
Bonn: DGE, 2018
ISBN: 978-3-88749-258-8
S.71
Deutsche Gesellschaft für Ernährung (Wissenschaftlicher Kongress) <55, 2018, Stuttgart-Hohenheim>
Deutsch
Abstract, Elektronische Publikation
Fraunhofer ISST ()

Abstract
Hintergrund: Stillen ist die natürliche und beste Form der Säuglingsernährung. Daher liefert ein begleitendes Stillmonitoring wichtige Kennzahlen, um durch eine effektive Stillforderung die Zahl der stillenden Mütter zu steigern. „SuSe II“ 2017/18 stellt eine Fortschreibung der prospektiven Studie „SuSe I“ 1997/98 dar. Ziel ist die Erhebung bundesweiter Daten zum Stillen und der Säuglingsernährung im 1. Lebensjahr sowie möglicher Einflussfaktoren aus dem Bereich der Krankenhäuser und der Mütter. Die erhobenen Daten sollen im 14. Ernährungsbericht der DGE veröffentlicht werden.
Methoden: Es handelt sich um online-basierte, bundesweite Erhebungen mit einer Querschnitterhebung der Stillvoraussetzungen in Geburtskliniken und einer prospektiven Follow-up Erhebung des Stillens und der Säuglingsernährung im 1. Lebensjahr bei dort rekrutierten Mutter-Kind-Paaren. Eine Pra-Studie wurde in zwei großen Kliniken (Bochum, Dortmund) durchgeführt. Bundesweit wurden alle 700 Kliniken mit einer Entbindungsabteilung postalisch zur Studienteilnahme eingeladen. Zusätzliche Rekrutierungsmaßnahmen umfassen die telefonische Kontaktaufnahme sowie das Versenden eines Links zu Video-Informationen per Fax.
Ergebnisse: Die Rekrutierung der Kliniken gestaltet sich heute schwieriger als vor 20 Jahren. Präsentiert werden die Auswirkungen der einzelnen Rekrutierungsmaßnahmen und –medien (Anschreiben, Videolink, QR-Code, Fax und Telefon) auf die Response. Zudem wird ein Vergleich der teilnehmenden Kliniken zwischen 1997/98 und 2017/18 anhand ausgewählter Merkmale dargestellt.
Schlussfolgerung: Unter den heutigen Klinikbedingungen ist ein wesentlich größerer personeller und multimedialer Aufwand erforderlich als vor 20 Jahren, um Geburtskliniken für die Teilnahme an einer Studie zu gewinnen. Umso wichtiger ist es, den Aufwand für die Kliniken weiter zu minimieren.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-515257.html