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Visualisierung von digitalen, individuellen Gesundheitsdaten am Beispiel des Blutzuckerverlaufs bei gesunden Menschen

 
: Krause, Silvio; Bieber, Gerald; Tominski, Christian; Kreuseler, Matthias

Cleve, Jürgen (Hrsg.) ; Hochschule Wismar:
WIWITA 2018, 11. Wismarer Wirtschaftsinformatiktage. Proceedings : 7. und 8. Juni 2018, Wismar
Wismar, 2018
S.164-170
Wismarer Wirtschaftsinformatiktage (WIWITA) <11, 2018, Wismar>
Deutsch
Konferenzbeitrag
Fraunhofer IGD ()
Guiding Theme: Individual Health; Research Area: Human computer interaction (HCI); mobile visualization; activity recognition; wearable computing; information systems application

Abstract
Bei der Nahrungsaufnahme beeinflussen verschiedenste Nahrungsbestandteile die Konzentration des Blutzuckers. Durch die natürlichen Regelmechanismen, beispielsweise der körpereigenen Ausschüttung von Insulin, werden die Blutzuckerkonzentrationen auf einem gesunden Wert gehalten. Bei bestimmten Krankheitsbildern ist jedoch die Regulierung der Blutzuckerkonzentration gestört. Während bislang eine Blutzuckermessung nur durch Blutabnahme möglich war, so ist durch Einsatz von CGM Systemen (CGM - Continuous Glucose Monitoring Systems) eine kontinuierliche Blutzuckermessung möglich. Der Blutzuckerwert wird bei diesen Systemen durch eine Analyse der Zellflüssigkeit bestimmt. Die CGM Systeme werden derzeit für Diabetes mellitus Typ 1 Patienten eingesetzt, deren Blutzuckerspiegel durch das Fehlen der körpereigenen Insulinproduktion gestört ist. Auch bei Gesunden variiert der Blutzuckerspiegel vorwiegend durch Nahrungsaufnahme, Ernährungsstil und körperliche Aktivität. Diese Blutzuckeränderungen können digital abgespeichert werden und sind zu jeder Zeit bequem im Alltag messbar. Diese Daten können anschließend mit angepassten Methoden der Visualisierung repräsentiert werden. Die Messung des Blutzuckerspiegels bei gesunden Personen wird jedoch bislang noch nicht durchgeführt, obwohl die digitale Abbildung relevante Aussagen hinsichtlich des aktuellen und individuellen Stoffwechselverhaltens, Stress sowie der körperlichen Fitness liefern könnte. Anhand der Daten wäre auch eine Entwicklung von Präventivmaßnahmen möglich, wie z.B. die Vorbeugung von Diabetes. In dem Beitrag wird eine Anwendung vorgestellt, die digitale Gesundheitsdaten anhand von ausgewählten Visualisierungskonzepten darstellt, sowie deren potenzielle Möglichkeiten der Nutzung diskutiert.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-507031.html

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