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Produktentwicklung und -recycling ElektroG/WEEE/RoHS und EuP in der Praxis

Vorausschauendes unternehmerisches Handeln für alle Beteiligten der Elektroindustrie und des Elektroaltgeräte-Recyclings. Fraunhofer IPA Tagung F 143. 13. Dezember 2006, Stuttgart
 
: Schraft, R.D.; Westkämper, E.
: Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung -IPA-, Stuttgart

Stuttgart: FpF, 2006, 254 S.
Fraunhofer IPA-Tagung, F 143
Tagung "Produktentwicklung und -recycling ElektroG/WEEE/RoHS und EuP in der Praxis" <2006, Stuttgart>
Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (Tagung) <143, 2006, Stuttgart>
Deutsch
Tagungsband
Fraunhofer IPA ()
Elektroaltgerät; WEEE; ElektroG; RoHS; Elektronikrecycling; Recycling; Produkt (Erzeugnis); Richtlinie; Elektrogerät; elektronisches Gerät; Entsorgung

Abstract
Durch das Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) kamen auf die Hersteller und Importeure von elektrischen und elektronischen Geräten sowie die Kommunen neue Aufgaben zu.
Seit dem 24.3.2006 sind die Hersteller und Importeure für die umweltverträgliche Behandlung und Verwertung von Altgeräten verantwortlich und müssen dafür Kosten tragen. Die Verpflichtung zur Sammlung ist weiterhin bei den Kommunen geblieben. Diese geteilte Produktverantwortung zwingt die Hersteller, Kommunen und Recycler zu kooperieren. Viele Fragen bleiben dabei noch offen, wie z.B. die Transparenz der Abholkoordination und die Sicherung des hohen Verwertungsstandards.
Außerdem dürfen seit dem 1.7.2006 in Verkehr gebrachte Elektro- und Elektronikgeräte bis auf wenige Ausnahmen nicht mehr als 0,1 Gewichtsprozent Blei, Chrom VI, Quecksilber, PBB und PBDE und nicht mehr als 0,01 Gewichtsprozent Cadmium enthalten. Die im ElektroG verankerte EU-RIchtlinie RoHS hat mit ihren Stoffrestriktionen eine technologische Umstellung bei der gesamten Elektroindustrie ausgelöst. Viele beschäftigen die Fragen, wie die RoHS-Konformität entlang der Zulieferkette zu dokumentieren ist, wie die Analysen durchzuführen sind und ob mit weiteren Ausnahmen zu rechnen ist.
Vor der Tür stehen weitere gesetzliche Auflagen. Die EuP-Richtlinie legt Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung energiebetriebener Produkte fest. Die REACH-Verordnung wird die Verantwortung für die sichere Verwendung von Stoffen auf die gesamte Lieferkette übertragen.
Ziel der Veranstaltung ist es, allen betroffenen Akteuren möglichst viele aktuelle Informationen über die Umsetzung des ElektroG zu vermitteln. Weiterhin sollen Hersteller und Importeure über die aktuellen und zukünftigen Pflichten informiert und für die neuen Herausforderungen sensibilisiert werden.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-50703.html