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Intelligentes Lebensdauermanagement durch Verfügbarkeit von ZfP-Daten über den Produktlebenszyklus

 
: Bechtel, Stephan; Becker, Michael; Herrmann, Hans-Georg

:
Volltext urn:nbn:de:0011-n-4970707 (787 KByte PDF)
MD5 Fingerprint: c197035d9d09fc793dda0d0d60cfc8d1
Erstellt am: 15.6.2018


Erhard, Anton (Hrsg.) ; Deutsche Gesellschaft für Zerstörungsfreie Prüfung e.V. -DGZfP-, Berlin:
DGZfP-Jahrestagung 2018 - Zerstörungsfreie Materialprüfung. USB-Stick : 7.-9. Mai in Leipzig
Berlin: DGZfP, 2018 (DGZfP-Berichtsbände 166)
ISBN: 978-3-940283-92-4
Poster P 30, 2 S.
Deutsche Gesellschaft für Zerstörungsfreie Prüfung (DGZfP Jahrestagung) <2018, Leipzig>
Deutsch
Konferenzbeitrag, Elektronische Publikation
Fraunhofer IZFP ()
Prozessüberwachung; Metall-CFK Hybridstrukturen

Abstract
Zerstörungsfreie Prüfverfahren ermöglichen es, die gewünschte bzw. notwendige Qualität, insbesondere von sicherheitskritischen Komponenten, zu gewährleisten und kommen in unterschiedlichen Bereichen des Produktlebenszyklus zum Einsatz: In Hinblick auf die aufstrebende Technologie der pulverbettbasierten additiven Fertigung von Metallbauteilen ist es möglich bzw. sogar notwendig, den Herstellungsprozess zerstörungsfrei zu überwachen, um definierte und reproduzierbare Bauteileigenschaften sicherzustellen. Ein Überwachen des Prozesses kann beispielsweise mittels optischer Verfahren erfolgen. Eigenspannungszustände, die maßgeblich von der Prozessgeschichte sowie der anschließenden thermischen und mechanischen Belastung in der Weiterverarbeitung abhängen, können mittels der Kombination aus Ultraschallmessung und a-priori Daten aus Konstruktion und Fertigung lokal bestimmt werden. Zum Monitoring der Bauteileigenschaften bieten sich je nach Anwendungsfall und Material bzw. Materialkombination beispielsweise Ultraschallverfahren und Thermographie an. In Kombination mit einem Lebensdauermodell, welches den Effekt von Defekten beschreibt, kann somit ein gezieltes Lebensdauermanagement betrieben werden. Eine integrative Betrachtung der bisher in jedem Schritt des Produktlebenszyklus isoliert zur Verfügung stehenden Daten bietet zahlreiche Vorteile. Durch einen umfangreichen Datentransfer zwischen den einzelnen Bereichen können kritische Stellen identifiziert und mit Hinblick auf das Lebensdauermanagement gezielt berücksichtigt werden. Das verwendete Lebensdauermodell sowie die Prüfzyklen und -stellen ließen sich somit an die lokalen Eigenschaften anpassen. Allgemein können erhobene Messdaten, die in dem zugeordneten ZfP-Bereich nicht für eine Prüfaussage genutzt werden, in anderen zerstörungsfreien Prüfungen im Produktlebenszyklus hilfreiche oder sogar essentielle Zusatzinformation darstellen. Zur Erweiterung der Lebensdauervorhersage auf einer datengetriebenen Basis stellt die Informationsweitergabe von Rohdaten entlang des Produktlebenszyklus als ununterbrochene Kette ein zentrales Element der intelligenten ZfP dar. Vor diesem Hintergrund wird ein Konzept für ein intelligentesLebensdauermanagement am Beispiel von Metall-CFK Hybridstrukturen vorgestellt.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-497070.html