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Methodik zur Interaktion von F&E und Marketing in den frühen Phasen des Innovationsprozesses

 
: Gerhards, Anne

Aachen: Shaker Verlag, 2002, 272 S.
Zugl.: Aachen, TH, Diss., 2001
Berichte aus der Produktionstechnik, 1
ISBN: 978-3-8265-9769-5
ISBN: 3-8265-9769-9
Deutsch
Dissertation
Fraunhofer IPT ()
Innovation; Interaktion

Abstract
Als Konsequenz der dynamischen Umwelt und der zunehmenden Technologieentwicklung sehen sich viele Unternehmen mit einer Verkürzung der Produktlebenszyklen auf dem Markt konfrontiert. Eine kontinuierliche und zugleich kontrollierte Produktentwicklung hat sowohl für die Erhaltung bzw. Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen als auch für die Erreichung der langfristigen Unternehmensziele eine fundamentale Bedeutung. Dies impliziert die Notwendigkeit einer integrierten Planung, Steuerung und Kontrolle der Produktinnovationstätigkeiten auf Unternehmensebene. Ein technologisch gutes Produkt ist aber noch keine alleinige Garantie für einen Innovationserfolg, vielmehr ist ein marktorientiertes Produktkonzept erfolgsbestimmend. Dementsprechend trägt die systematische und effektive Zusammenarbeit von F&E und Marketing, als den Hauptakteuren der frühen Phasen der Produktentwicklung, wesentlich zur Sicherstellung der Marktorientierung von Produktinnovationen bei. In der Praxis sind speziell zwischen F&E und Marketing jedoch Divergenzen feststellbar, die auf insbesondere in einer ungleichmäßigen Verteilung von Informationen, geringem Methodeneinsatz und mangelnder Berücksichtigung der Dynamik von technologischen Entwicklungen und marktseitigen Anforderungen begründet sind. Diese Problematik wird in der Arbeit »Methodik zur Interaktion von F&E und Marketing in den frühen Phasen des Innovationsprozesses« aufgegriffen. Es handelt sich um einen in der Praxis gut anwendbaren Handlungsleitfaden, mittels dessen die effektive Zusammenarbeit zwischen den beiden Bereichen unterstützt wird. Dabei werden eine Vielzahl bekannter Methoden und Hilfsmittel zur Unterstützung und Koordination des Entwicklungsprozesses bereitgestellt und verknüpft. Darüber hinaus werden Instrumente für den Informationsaustausch und die Kommunikation von F&E und Marketing bereitgestellt. Nur so ist eine anforderungsbasierte Entwicklung und Auswahl von Produktideen möglich. Die Anwendbarkeit der Methodik wird anhand von mehrerer industriellen Fallbeispielen unterschiedlicher Unternehmenstypen nachgewiesen. Hierdurch wird deutlich, dass die Methodik in der Anwendungspraxis durchgängig in den frühen Phasen des Innovationsprozesses einsetzbar ist und gut auf die spezifische Situation angepasst werden kann. Mit der Validierung der Methodik wird gezeigt, dass eine systematische und methodisch unterstützte Koordination der Aktivitäten von F&E und Marketing und eine frühzeitige regelmäßige Kontrolle der Ergebnisse an den technologischen und marktseitigen Anforderungen zu einer Steigerung der Effektivität und Effizienz im Innovationsprozess führt. Durch den systematischen Methodeneinsatz wird die Entwicklung marktgerechter und umsetzbarer Ideen unterstützt und die Aktivitäten von F&E und Marketing im Innovationsprozess zielgerichtet aufeinander abgestimmt. Mit der regelmäßigen und aktuellen Aufnahme der markt- und technologieseitigen Entwicklungstendenzen eignet sich die entwickelte Methodik neben einem Projektspezifischen Einsatz auch für eine fortlaufende, anforderungsbasierte Kontrolle und Auswahl von Innovationsideen.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-487715.html