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Monitoring der KfW-Programme "Energieeffizient Sanieren" und "Energieeffizient Bauen" 2016

 
: Diefenbach, Nikolaus; Stein, Britta; Loga, Tobias; Rodenfels, Markus; Jahn, Karin; Gabriel, Jürgen

Bremen: Fraunhofer IFAM, 2018, VIII, 193 S.
Deutsch
Bericht
Fraunhofer IFAM ()

Abstract
KfW-Programm „Energieeffizient Sanieren“: Im Rahmen des Programms wurden im Jahr 2016 mehr als 126.000 Förderzusagen für Maßnahmen an rund 276.000 Wohnungen erteilt. Durch die geförderten Modernisierungsvorhaben wird insgesamt eine Endenergieeinsparung von rund 1.700 Gigawattstunden pro Jahr (bzw. 1,7 Mrd. Kilowattstunden pro Jahr) erreicht (bezogen auf Brennstoffe, Strom und Fernwärme, ohne Solar- und Umweltwärme).Die Primärenergieeinsparung (bei Betrachtung des Bedarfs an nicht-erneuerbaren Energieträgern) beträgt rund 2.100 Gigawattstunden pro Jahr. Die Treibhausgasminderung der im Jahr 2016 geförderten Gebäudemodernisierungen beläuft sich auf einen Wert von etwa 616.000 Tonnen CO2e pro Jahr. Darin sind neben den direkten Emissionen des Treibhausgases CO2 auch indirekte vorgelagerte Emissionen bei der Gewinnung der eingesetzten Energieträger und die auf CO2-Äquivalente umgerechneten Emissionen weiterer Treibhausgase berücksichtigt. Für die Ermittlung der Beschäftigungseffekte wurden die Gesamtinvestitionskosten der energiesparenden Modernisierungsmaßnahmen aus den KfW-Antragsdaten zugrunde gelegt. Diese Investitionen in Höhe von 10,1 Mrd. € (inkl. MwSt.) bewirkten Beschäftigungseffekte im Umfang von 115.000 Personenjahren (PJ).KfW-Programm „Energieeffizient Bauen“: Im Jahr 2016 wurden in dem Programm „Energieeffizient Bauen“ rund 73.000 Neubauvorhabenmit 159.000 Wohnungen gefördert. Gemessen an der Zahl der Baugenehmigungen im Jahr 2016 (laut Bautätigkeitsstatistik rund 317.000 Wohnungen), erreicht die Förderung damit einen Anteil von etwa 50 % am deutschen Wohnungsneubau. Die jährlichen Endenergieeinsparungen der im Jahr 2016 geförderten Neubauten belaufen sich auf rund 430 Gigawattstunden pro Jahr gegenüber dem Referenzfall Energieeinsparverordnung(EnEV).Die Primärenergieeinsparung (nicht-erneuerbare Energieträger) errechnet sich zu etwa550 Gigawattstunden pro Jahr. Die Treibhausgasminderung, die durch die 2016 geförderten Neubauten erreicht wurde, beträgt rund 182.000 Tonnen CO2e pro Jahr (CO2-Äquivalente mit Vorketten) gegenüber dem Referenzfall. Für die Ermittlung der Beschäftigungseffekte wurden die Gesamtinvestitionskosten der energieeffizienten Neubaumaßnahmen aus den KfW-Antragsdaten zugrunde gelegt. Diese Investitionen in Höhe von 39,6 Mrd. € (inkl. MwSt.) bewirkten Beschäftigungseffekte im Umfang von 429.000 Personenjahren (PJ).

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-487235.html