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Windenergie - wo stehen wir?

Vortrag gehalten auf der FVEE-Jahrestagung, 8. und 9. November 2017, Berlin
 
: Hahn, B.; Becker, R.; Keller, S.; Rettenmeier, A.; Teßmer, J.

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Volltext urn:nbn:de:0011-n-4744547 (588 KByte PDF)
MD5 Fingerprint: f855b105ea2b5094a5b5c0fc90069310
Erstellt am: 6.12.2017


2017, 7 S.
ForschungsVerbund Erneuerbare Energien (FVEE Jahrestagung) <2017, Berlin>
Deutsch
Vortrag, Elektronische Publikation
Fraunhofer IWES ()
Wind; Forschungsthema; Perspektive

Abstract
Die Windenergienutzung ist heute integraler Bestandteil der deutschen Energieversorgung und stellt aktuell (2016) mit rund 80 TWh etwa 12% der benötigten elektrischen Energie bereit [1, 2]. Die installierte Leistung wuchs in Deutschland bis Ende 2016 auf etwa 50 GW und international auf rund 487 GW, davon 14 GW offshore [1]. Bei angenommenen, durchschnittlichen 2.000 Volllaststunden ergäbe sich weltweit eine aus Wind generierte elektrische Energiemenge in Höhe von etwa 1.000 TWh. Für ein zukünftiges Energieversorgungssystem, das sich mehr und mehr auf erneuerbare Energien stützt und einen substantiellen Beitrag zur Reduktion des CO2-Ausstoßes leistet, muss die Windenergienutzung aber noch erheblich ausgebaut werden [3]. Neuere Szenarien gehen bis 2050 von ca. 300 TWh Windstromerzeugung in Deutschland [4] und 8.800 TWh [5] bzw. 15.000 TWh [6] weltweit aus. Für Deutschland würde dies eine Steigerung der aktuellen Energiemenge aus Wind auf das rund 3,5fache innerhalb der kommenden 35 Jahre und weltweit eine Steigerung auf das rund 15fache bedeuten. Der folgende Beitrag basiert zum Teil auf den Ergebnissen des Forschungsvorhabens TF Energiewende bzw. auf dem in dessen Rahmen entstandenen Technologiebericht Windenergie (Veröffentlichung in einem Gesamtbericht steht bevor). Dort wird angenommen, dass für den genannten Ausbau wesentliche Herausforderungen zunächst darin bestehen, geeignete Standorte zu identifizieren und optimal auszunutzen sowie gezielt für die lokalen/regionalen Bedingungen ausgelegte und technisch weitgehend optimierte Anlagen bereitzustellen. Zusätzlich sind die Prozesse von Betriebsführung und Instandhaltung kostenoptimal zu gestalten und alle Umwelteinflüsse der Windenergienutzung so weit wie möglich zu reduzieren bzw. Akzeptanz für die unvermeidlichen Auswirkungen zu schaffen. Die meisten Entwicklungsansätze werden letztendlich durch den allgegenwärtigen Kostendruck angetrieben. Dieser führt nach wie vor zu einem Größenwachstum der Anlagen, sodass die zukünftigen Entwicklungsnotwendigkeiten vor dem Bild einer aus heutiger Sicht extrem großen 20 MW Windenergieanlage (WEA) abzuschätzen sind. Lediglich Akzeptanz und Umweltaspekte sind nicht aus Kostengründen oder aufgrund technischer Herausforderungen zu thematisieren. Der häufige und intensive Protest gegen neu geplante Windparks zeigt aber auch, dass eine Reihe von Gegenargumenten nur schwer zu widerlegen ist.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-474454.html

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