Fraunhofer-Gesellschaft

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Konzepte, Vorgehensweisen und Methoden beim Wissens- und Technologietransfer von patentierten innovativen Lösungen

Ableitung eines kunden- und bedarfsorientierten Forschungs- und Entwicklungskonzeptes in der Auftragsforschung von Fraunhofer-Instituten am Beispiel intelligenter Materialien
 
: Mühl, Sascha
: Elsner, Roman

Dresden, 2017, 122 S.
Dresden, Hochschule für Technik und Wirtschaft, Master Thesis, 2017
Deutsch
Master Thesis
Fraunhofer IWU ()
Modell; Innovation; PIFURRA; Patent; Technologietransfer; Technologie

Abstract
Steigende Kosten und ein stetig wachsender Wettbewerbsdruck stellen Unternehmen vor große Herausforderungen. Neue Technologien können dabei helfen, diesen Anforderungen entgegen zu wirken. Aufgrund der ansteigenden Technologiekomplexität sind Unternehmen teilweise auf Forschungsinstitute angewiesen. Hierbei setzt der Wissens- und Technologietransfer (WTT) fundierte Managementkompetenzen voraus. Ziel dieser Arbeit war das Erarbeiten eines Vorgehensmodells in der Auftragsforschung von Fraunhofer-Instituten, um einen erfolgreichen, kundenorientierten, hochqualitativen, effektiven und effizienten WTT sicherzustellen. Dazu wurden zunächst Experten in einer Dreierbeziehung befragt, welche auf Leitfadeninterviews basierten. Aufgrund der Aussagen der WTT-Nehmer, -Geber sowie -Intermediäre wurde das Vorgehen in der Praxis analysiert. Die vorher hergeleiteten Kernelementprobleme Informationsasymmetrie, Vertrauen, Kompetenz, Kooperation, Unsicherheiten und ökonomische Beweggründe beeinflussen den WTT negativ. Folglich wurden neue Kanäle, Transfermedien, vermarktungsunterstützende Innovationsmechanismen sowie innovative institutionelle Restrukturierungen erarbeitet und neue wirtschaftsnahe Netzwerke empfohlen. Das bewertete Gesamtvorgehenskonzept wurde am Praxisbeispiel „intelligente Materialien“ des Fraunhofer-Instituts für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU) und des zugehörigen Innovationsnetzwerks für „smart³“ validiert. Das Ergebnis der Untersuchung ist ein strukturiertes Vorgehensmodell, untergliedert in elf Hauptprozessschritte und sechs validierte Kernelemente in der Auftragsforschung. Mit dem Managementkonzept kann eine hohe Transfer- und Technologiequalität sichergestellt sowie Transfereffektivität und -effizienz erhöht werden.

 

Increasing costs and growing competitive constraints cause new challenges for companies. Among others, new technologies can help to minimize the market pressure. The rising complexity of new technologies requires the knowledge of research institutes. The knowledge- and technology transfer (KTT) requires profound management competencies. The primary objective of this study was to develop a process-concept in the contract research of Fraunhofer Institutes aiming at a successful, customer-orientated, high-quality, effective and efficient KTT. For this, experts were asked in a three-perspective-relationship based on guided interviews. After the data collection the statements of the KTT-contributor, -receiver and -intermediate were analyzed and the practical process was extracted. The previously deduced core problem elements information asymmetry, trust, competence, cooperation, uncertainty and economical circumstances influence the KTT by a negative way. Consequently, new channels, transfer media, supportive commercial exploitation mechanisms and innovative institutional restructuring were developed and new commercial networks were recommended. The evaluated overall concept has been validated by the practical example „smart materials“ of the Fraunhofer-Institute for Machine Tools and Forming Technology and the connected innovation network smart³. As a result of this study a structured process-concept subdivided into eleven main process steps were developed and six core elements in the contract research were validated. The management concept ensures a high transfer- and technology quality as well as a high transfer effectively and -efficiency is.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-470062.html