Fraunhofer-Gesellschaft

Publica

Hier finden Sie wissenschaftliche Publikationen aus den Fraunhofer-Instituten.

Visualisierung und Interaktion von Trajektorien und assoziierter multidimensionaler Daten mittels Multitouch-Tablets

 
: Rödder, Marc

:
Volltext urn:nbn:de:0011-n-4669519 (20 MByte PDF)
MD5 Fingerprint: f81525afb4632579651170d6a008a1cf
Erstellt am: 22.9.2017


Koblenz/Landau, 2012, IX, 77 S., 4 Bl.
Koblenz/Landau, Univ., Dipl.-Arb., 2012
Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF
Forschung für die zivile Sicherheit; 13N10809 - 13N10814; CAMINSENSE
Deutsch
Diplomarbeit, Elektronische Publikation
Fraunhofer IAIS ()

Abstract
Bereits seit den 1950er Jahren wird Videoüberwachung in Deutschland eingesetzt, um bedarfsgerechte Entscheidungen auch ohne persönliche Anwesenheit an einem Ort oder mit besserer Übersicht treffen zu können. So wurde aufgrund des gestiegenen Automobil-Verkehrsaufkommens 1956 in Hamburg ein Verkehrsleitsystem vorgestellt, welches mit Hilfe von Videoüberwachung, fernsteuerbaren Ampeln und Bedienpersonal den innerstädtischen Verkehr regeln konnte. 1958 zog München nach und erweiterte bis 1965 das System auf neunzehn Kameras, die zusätzlich geschwenkt und geneigt werden konnten. [KAM] In den nächsten Jahren folgten immer mehr Städte diesem Beispiel und mit dem technischen Fortschritt und der daraus resultierenden Vergünstigung der Geräte hielt die Überwachungstechnik bis Ende der 1970er Ja hre auch Einzug in viele andere Bereiche wie Banken oder Grenzübergänge. Heute werden Kameras an vielen Orten benutzt - Bahnhöfe, Stadien, Tankstellen, Kaufhäuser, sogar ganze Innenstädte werden flächendeckend überwacht. Als Beispiel einer in großem Stil videoüberwachten Stadt kann Chicago dienen, wo neben 1.500 offiziell bekannten Kameras der Polizei ebenfalls zahlreiche Kameras anderer staatlicher oder privater Einrichtungen (Bus, Bahn, Schulen etc.) ihren Beitrag liefern. Das von International Business Machines Corp. [IBM] entwickelte Kameranetz erlaubt dabei sogar die Bereitstellung von Videokameras in Privathaushalten, so dass die Gesamtzahl der verfügbaren Kamerainstanzen auf 15.000 geschätzt wird. [CCT] Videoüberwachungssysteme werden derzeit in diesen Bereichen überwiegend gen utzt, um Sicherheit gewährleisten zu können. Neben der Abschreckung von Kriminellen durch alleinige Anwesenheit der Kameras [UED] besteht die Systematik der Nutzung von Videodaten in diesem konventionellen Szenario allerdings meist nur darin, die bewegten Bilder auf einer Projektionsfläche in einer Zentrale für die Sicherheitskräfte sichtbar zu machen (siehe Abb. 1.1). Mit dieser Technik gelingt es jedoch nicht, Bedrohungen bereits präventiv zu erkennen und im Augenblick der Entstehung einzudämmen, vielmehr kann aufgrund der grenzwertig hohen kognitiven Auslastung der Mitarbeiter nur reagiert statt agiert werden. Die aufgezeichneten Bilder werden in solchen Fällen daher überwiegend erst im Nachhinein zur Rekonstruktion und Aufklärung des Sachverhalts herangezogen. Es gilt nun, den zwisch enzeitlichen technischen und intellektuellen Fortschritt zu nutzen, um diese ungesehenen Daten effektiver zu verarbeiten und dadurch effizientere Arbeitsbedingungen für das Sicherheitspersonal zu schaffen.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-466951.html