Fraunhofer-Gesellschaft

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Integration von Sensoren in Maschinen und Anlagen

Integration of sensors in machines and equipment
 
: Rager, M.

Schraft, R.D.; Westkämper, E. ; Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung -IPA-, Stuttgart:
Inline-Sensorik zur Qualitätskontrolle in der Lebensmittelindustrie : Fraunhofer IPA Technologieforum, 24. November 2005, Stuttgart
Stuttgart: FpF - Verein zur Förderung produktionstechnischer Forschung, 2005 (Fraunhofer IPA-Technologieforum F 122)
S.76-89
Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (Technologieforum) <122, 2005, Stuttgart>
Deutsch
Konferenzbeitrag
Fraunhofer IPA ()
Inline-Sensorik; Sensorik; hygienic design; hygienisches Design; Manufacturing Execution System (MES); Sensor

Abstract
Werden Sensoren in Maschinen integriert, die ihren Einsatz in der lebensmittelverarbeitenden Industrie finden, sind Anforderungen der hygienischen Gestaltung zu berücksichtigen (Hygienic Design). Diese ergeben sich aus den gesetzlichen Richtlinien der EU, wobei für den Maschinenhersteller die Maschinenrichtlinie (RL 98/37/EG), die Lebensmittelhygienerichtlinie (EG 852/2004) und die spezifischen Hygienevorschriften für Lebensmittel tierischen Ursprungs (EG 853/2004) relevant sind. Zur Umsetzung der Richtlinien arbeitet beispielsweise die EHEDG an Empfehlungen zu praktischen Umsetzung der Gesetze. Allgemein gesagt müssen Maschinen so gebaut sein, dass keine Gefahr der Ansteckung oder der Infektion von ihnen ausgeht. Für Sensoren, die in die Maschinen und Anlagen integriert werden, bedeutet dies im Speziellen die Vermeidung von Hinterschnitten und Toträumen, die Einhaltung glatter Oberflächen und der hygienegerechte Einsatz entsprechender Dichtungen.
Ein weiterer Aspekt bei der Integration von Sensoren in Maschinen und Anlagen ist die Verarbeitung, bzw. die richtige Nutzung der Daten. Unter Anderem ist es das Ziel der Inline-Sensorik, die ohnehin schon automatisch erfassten Daten auch einem automatischen Soll-Ist-Vergleich zu unterziehen und die Soll-Abweichungen automatisch in den Prozess einfließen zu lassen. Eine Möglichkeit, dies auch über Anlagengrenzen hinaus zu erreichen ist der Einsatz von Manufacturing Execution Systemen, kurz MES. Mit Hilfe von ME-Systemen gelingt es, die Anforderungen der Fertigung, wie beispielsweise die Betriebsdaten- oder die Maschinendatenerfassung, mit den Anforderungen der Qualitätssicherung, wie der Messdatenerfassung, zu koppeln und einen entsprechenden Regelkreis aufzubauen. Man spricht hier auch von der so genannten horizontalen Integration. Im Rahmen der vertikalen Integration werden die Daten gebündelt und an das übergeordnete System (z.B. SAP) weiter gegeben.
Bei der Integration von Sensoren in Maschinen und Anlagen ist für den Maschinenhersteller also die hygienische Gestaltung der Sensoren zu beachten und für den Lebensmittelproduzenten die effektive Nutzung der erfassten Daten.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-46517.html