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Verwertung von Altbeizsäuren zur Aufbereitung von Composite-Verpackungen

Abschlussbericht für den Zeitraum: 01.06.2006 bis 31.05.2008 zu dem aus Haushaltsmitteln des BMWi über die AiF geförderten Forschungsvorhaben; Stand: 8. Oktober 2008
 
: Deerberg, Görge; Erich, Egon
: Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik -UMSICHT-, Oberhausen; Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" e.V. -AIF-, Köln; Institut für Umwelttechnologie und Umweltanalytik e.V. -IUTA-, Duisburg

Oberhausen: Fraunhofer UMSICHT, 2008, 130 S.
Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie BMWi
IGF; 14806N1
Deutsch
Bericht
Fraunhofer UMSICHT Oberhausen ()
used pickle; composite; packaging waste; recycling; process development; Altbeiz; Komposit; Verpackungsabfall; Abfallverwertung; Verfahrensentwicklung

Abstract
Ziel des Projekts war die Entwicklung eines Verfahrens zur kombinierten Verwertung der Abfallströme Composite-Verpackungen (Lebensmittelindustrie) und Altbeizsäuren (Metallbearbeitung und Leiterplattenfertigung) zur Gewinnung von Wertstoffen. Dies beinhaltete zum einen Untersuchungen hinsichtlich des optimalen Zerkleinerungsgrades und zum anderen Untersuchungen bezüglich optimaler Prozessbedingungen, wie pH-Bereich, Verweildauer, Chloridzudosierung, die erfolgreich herausgearbeitet wurden. Im Rahmen des Forschungsvorhabens konnte gezeigt werden, dass sich erwartungsgemäß die Aluminiumoxidschicht auch bei Rejectmaterial aus Composite-Verpackungen durch die Zugabe von Chloriden depassivieren lässt. Gemäß der Zielvorgabe hinsichtlich der Auflösung der Al-Schicht, gelang es, die nasschemische Behandlung von Composite-Verpackungen mit Altbeizsäuren mit Erfolg durchzuführen. Die Zerkleinerung der Materialien ist sowohl mit Schneidmühlen als auch mit Ein- oder Mehrwellenzerkleinerern mit nur einem geringen Verschleiß an Rotor- und Statormessern möglich. Als besonders geeignet zeigte sich ein Siebrührreaktor zur Durchführung der Reaktion. Durch den Siebboden sedimentiert im Reaktionsverlauf gebildetes Zementat aus und es werden am Aluminium immer wieder neue Angriffsflächen für weitere Zementationsreaktionen geschaffen. Neben Rejectmaterial aus Getränkekarton wurden erfolgreich Versuche mit weiteren aluminiumhaltigen Verpackungsmaterialien durchgeführt, wie Getränkedosen, Verbundverpackungen für Kaffee und Tablettenblisterverpackungen. Ergänzend zu Versuchen zur Gewinnung von Kupfer wurden weitere Versuche unternommen, bei denen Zinn hydrometallurgisch zurückgewonnen wurde. Das Forschungsziel des Vorhabens wurde erreicht. Das Forschungsvorhaben der Forschungsvereinigung VEU wurde über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung und -entwicklung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-461452.html