Fraunhofer-Gesellschaft

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Radikale Innovationen und neue Geschäftsmodelle

Breakthrough Innovations and New Business Models
 
: Schuh, Günther; Haller, C.; Kantelberg, J.; Lau, Felix; Linder, N.; Spangler, T.; Dijk, L. van; Walch, M.

Brecher, Christian; Klocke, Fritz; Schmitt, Robert; Schuh, Günther:
Internet of Production für agile Unternehmen. AWK Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium 2017 : 18. bis 19. Mai
Aachen: Apprimus Verlag, 2017
ISBN: 978-3-86359-512-8
ISBN: 3-86359-512-2
S.53-73
Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium (AWK) <29, 2017, Aachen>
Deutsch
Konferenzbeitrag
Fraunhofer IPT ()

Abstract
Beschleunigter technologischer Wandel, Trendumbrüche und dadurch bedingte verkürzte Innovationszyklen stellen zentrale Herausforderungen für etablierte Unternehmen dar. Zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit steigt daher der Druck auf etablierte Unternehmen. Um langfristig als Firma zu bestehen, reicht es nicht lediglich die Marktposition mit der Entwicklung inkrementeller Innovationen zu erhalten. Zusätzlich müssen mit Hilfe radikaler Innovationen und mit neuen Geschäftsmodellen neue Geschäftsfelder erschlossen werden. Wie in diesem Beitrag aufgezeigt wird, erfordert die Entwicklung von radikalen Innovationen und neuen Geschäftsmodellen jedoch das Verlassen der unternehmensspezifischen "Komfortzone". Hiermit sind die klassischen Stärken und Paradigmen etablierter Unternehmen gemeint, die mit Begriffen wie Effizienz, Kontinuität, Risikominimierung und Konfliktvermeidung beschrieben werden können. Ein erfolgreiches "Verlassen der Komfortzone" kann durch systematische Gestaltung der vier Handlungsfelder Struktur, Prozesse, Kultur sowie Marktzugang erfolgen. Neben einer innovationszentrierten Entwicklungsumgebung in Form von gesonderten Innovationspaden im Handlungsfeld Struktur, gehören hierzu hochiterative Prozesse. Im Handlungsfeld Marktzugang sind es klar fokussierte Produktplatzierungen, die nicht technologische Raffinessen, sondern praktischen Nutzen in den Vordergrund stellen. Schließlich bildet vor allem eine definierte Fehlerkultur, Vertrauen in Mitarbeiter sowie kontinuierliche Impulse die Grundlage für die erfolgreiche Entwicklung radikaler Innovatione n und neuer Geschäftsmodelle.

 

The accelerated technological change, trend reversals and thus, shortened innovation cycles represent the current central challenges for established companies. This results in an increased pressure on firms to maintain their competitiveness. In order to remein competitive in the long-run, it will not be sufficient to only develop incremental innovations. In addition, new business fields need to be developed by the means of radical innovation and new business models. As revealed in this contribution, the development of radical innovations and new business models, however, requires the stepping out of the firm-specific "comfort zone". This refers to the classic strengths and paradigms of established companies, which can be described through term s such as efficiency, continuity, risk minimization and conflict aversion. A successful "stepping out of the comfort zone" can be enaled by a systematic design in the four action fields structure, process, culture and market access. Beside an innovation-centred development environment in form of a separate innovation path for the structure action field, highly iterative processes are required. In the market access action field, product placements need to be focused on practical usability insead of technological virtuosity. Ultimately, especially a defined failure culture, trust in employees as well as continuous impulses build the basis for the successful development of radical innovations and new business models on the part of the culture action field.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-452890.html