Fraunhofer-Gesellschaft

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Induktionsthermografie: Normung und die Anwendung an Bahnkomponenten

 
: Bessert, Steffen; Netzelmann, Udo; Finckbohner, Michael; Ehlen, Andreas; Valeske, Bernd

:
Volltext urn:nbn:de:0011-n-4528183 (448 KByte PDF)
MD5 Fingerprint: 7e3a0b06b951f9bc474a1566b03e5a54
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Erstellt am: 1.7.2017


Deutsche Gesellschaft für Zerstörungsfreie Prüfung e.V. -DGZfP-, Berlin:
Zerstörungsfreie Materialprüfung. DGZfP-Jahrestagung 2017 : 22. - 24. Mai 2017, Koblenz
Berlin: DGZfP, 2017 (DGZfP-Berichtsbände 162)
Paper Di.2C4, 7 S.
Deutsche Gesellschaft für Zerstörungsfreie Prüfung (DGZfP Jahrestagung) <2017, Koblenz>
Deutsch
Konferenzbeitrag, Elektronische Publikation
Fraunhofer IZFP ()
Induktionsthermografie; Fehlerdiagnose

Abstract
Das Fraunhofer IZFP beschäftigt sich seit Jahren mit der automatisierten induktiv angeregten Thermografie als alternative Prüfmethode zur Magnetpulver- und Farbeindringmethode. Aufgabenstellungen aus der Herstellung und aus dem Betrieb von Eisenbahnrädern, Wellen und Schienen aus der Verkehrstechnik führten zu einer verstärkten Hinwendung der Forschungs- und Entwicklungstätigkeit zum Industriesektor Eisenbahninstandhaltung. Dafür wurde ein Demonstrator zur automatisierten Prüfung von Eisenbahnrädern nach der Produktion erarbeitet, der aber auch für die Vorbefundung vor der Instandhaltung eingesetzt werden kann. Eine andere Anwendung stellt die Prüfung von Oberflächenfehlern in Eisenbahnschienen mit Induktionsthermografie aus einem fahrenden Prüfzug heraus dar. Hierbei wurde im Rahmen eines Projektes die Leistungsfähigkeit dieser Prüftechnik auf dem Testgelände in Wegberg-Wildenrath ermittelt. Natürliche Oberflächenfehler in einer Schiene konnten bei Zuggeschwindigkeiten von bis zu 15 km/h detektiert werden. Vorteile der Induktionsthermografie im Vergleich zu den etablierten Verfahren werden darin gesehen, dass berührungsfrei ein Fehlerbild erzeugt wird, das seine Lage und Orientierung zeigt und dadurch direkte Hinweise auf die Natur des Fehlers gibt. Der Abhebeeffekt zwischen Induktor und Prüfoberfläche spielt eine vergleichsweise geringe Rolle. Es können auch Fehler in Probenbereichen gefunden werden, wo andere Sensoren auf Grund von geometrischen Einschränkungen nicht einsetzbar sind. Auch wenn die induktive angeregte Thermografie nach unseren Erfahrungen eine attraktive Alternative zur klassischen Magnetpulver- oder Farbeindringprüfung darstellt, behindert fehlende Produkt-Normung noch ihren verbreiteten Einsatz. Im Rahmen des Projekts "InduNorm", gefördert vom BMWi im Programm "Transfer von FuE-Ergebnissen durch Normung und Standardisierung", erarbeitete das Fraunhofer IZFP mit einer Arbeitsgruppe aus Forschungseinrichtungen und Industrievertretern einen Normentwurf, der in Kürze zur Normung der Induktionsthermografie führen wird.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-452818.html