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Methodik zur ganzheitlichen Dokumenten- und Datenstrukturierung im Lebenslauf komplexer Werkzeugmaschinen

 
: Niestadtkötter, J.

Heimsheim: Jost-Jetter Verlag, 2001, 140, XXXVII S. : Ill.
Zugl.: Stuttgart, Univ., Diss., 2000
IPA-IAO Forschung und Praxis, 332
ISBN: 3-931388-56-5
Deutsch
Dissertation
Fraunhofer IPA ()
Dokumentenmanagement; Produktlebenslauf; Werkzeugmaschine

Abstract
Um die Rentabilität komplexer Werkzeugmaschinen zu verbessern ist es notwendig, sie über lange Nutzungszeiten wirtschaftlich in Grenzbereichen von Leistung und Präzision zu betreiben. Der wirtschaftliche Betrieb der Maschinen hängt dabei entscheidend von der Beherrschung der Systeme und Teilsysteme ab. In diesem Zusammenhang sind die am Maschinenlebenslauf Beteiligten zunehmend gefordert, sich gegenseitig maschinenbezogenes Expertenwissen zur Verfügung zu stellen. Als problematisch erweist sich, daß die Verfügbarkeit konsistenter, maschinenbeschreibender Daten für die betroffenen Unternehmen mit fortschreitendem Maschinenlebenslauf abnimmt. Dieser Sachverhalt resultiert daraus, daß bisherige Verfahren der Dokumenten- und Datenstrukturierung für die Organisation des Dokumenten- und Datenmanagements individueller Unternehmen genutzt werden und den Aspekt der ganzheitlichen, unternehmensübergreifenden und am Maschinenlebenslauf ausgerichteten Organisation außer Acht lassen. So entstehen unternehmensspezifische und damit suboptimale Lösungen, die für einen lebenslaufbegleitenden, durchgängigen Informationsfluß ungeeignet sind.
In vorliegender Dissertation werden Methoden und Werkzeuge entwickelt, deren Anwendung die Organisation eines lebenslaufbegleitenden Dokumenten-, Daten- und Konfigurationsmanagements ermöglicht, um so die unternehmensübergreifende Verfügbarkeit maschinenbezogener Lebenslaufdaten zu optimieren.
Ausgangspunkt der Überlegungen ist die Tatsache, daß sich Dokumenten- und Datenstrukturen immer an den Prozessen zu orientieren haben, in denen sie genutzt werden. Kooperationsprozesse, in denen sich die kooperierenden Unternehmen im Maschinenlebenslauf gegenseitig Unterstützungsleistungen zur Verfügung stellen, werden als diejenigen Prozesse identifiziert, die die übergreifenden Dokumenten- und Datenstrukturen maßgeblich prägen. Zur Modellierung der Kooperationsprozesse wird zunächst ein ganzheitliches Phasenmodell des Maschinenlebenslaufes entworfen, das die Lebenslaufsichten der Kooperationspartner in einem Modell vereint. Die Verknüpfung der individuellen Lebenslaufsichten durch Kooperationsprozesse bildet die unternehmensübergreifende Kooperation ab. Aus dem Dokumentenbedarf der modellierten Kooperationsprozesse wird das logische Datenmodell der maschinenbezogenen Lebenslaufdaten abgeleitet, welches nach Einführung einer integrierten, zentralen Datenbasis einer physischen Strukturierung unterzogen wird.
Das entwickelte Instrumentarium findet Eingang in ein praxisorientiertes Vorgehensmodell der Methodenanwendung, von dem aus auf die notwendigen Werkzeuge und detaillierten Referenzmodelle verwiesen wird.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-4433.html