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Hygrothermische Simulation von Steildächern mit hinterlüfteter Eindeckung

 
: Kölsch, Philipp

:
Volltext (PDF; )

ql²/8 10 (2017), Nr.14, S.18-22
Deutsch
Zeitschriftenaufsatz, Elektronische Publikation
Fraunhofer IBP ()

Abstract
Steildachkonstruktionen mit einer Eindeckung aus Dachsteinen oder Dachziegeln werden seit jeher als be- bzw. hinterlüftete Konstruktionen ausgeführt. Schon alleine durch die Lattung, die für die Befestigung der Eindeckung benötigt wird, ergibt sich eine Luftschicht. Die Hinterlüftungsschicht bestehend aus Lattung und Konterlattung hat jedoch mehrere Funktionen. Als erstesermöglicht die Konterlattung den freien Ablauf vonRegenwasser auf dem Unterdach, der zweiten wasserführenden Schicht. Zweitens dient die Belüftungsebene dem sommerlichen Wärmeschutz, da warme Luft aus dem Zwischenraum abgeführt wird. Als dritter Punkt ist der Abtransport von Feuchtigkeit in Folge von Diffusion und Konvektion aus dem Innenraumbzw. Tauwasser aufgrund Unterkühlung der Eindeckungzu nennen. Die Hinterlüftung einer Eindeckung hat sich durch die Vielzahl ihrer Funktionen und unproblematischen Funktionsweise als bewährte Maßnahme etabliert. Nicht ganz einfach ist dagegen die Nachbildung der Hinterlüftungsschicht im Zuge der Bemessung z. B. mit Hilfe einer hygrothermischenSimulation. Für das Feuchteverhalten von hinterlüfteten Steildachkonstruktionen ist die Oberflächentemperaturdes Unterdachs von maßgebender Bedeutung. Durch die Belüftungsschicht, die mit der Außenluft in Verbindung steht, werden die Temperaturen der Dachoberfläche mehr oder weniger gedämpft auf das Unterdach übertragen. Dieses Verhalten beeinflusst wiederum die Feuchteverhältnissein der Dachkonstruktion.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-442448.html