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AIF-IGF Projekt Abrasio: Methoden zur Abschätzung des Verschleißes von Dosieranlagen bei der Verarbeitung von höherviskosen gefüllten Klebstoffen

Vortrag gehalten auf dem 17. Kolloquium Gemeinsame Forschung in der Klebtechnik, 14. - 15. Februar 2017, Maternushaus Köln
 
: Fricke, Holger; Mayer, Bernd; Philipp, D.; Stammen, E.; Dilger, K.

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Volltext urn:nbn:de:0011-n-4386514 (165 KByte PDF)
MD5 Fingerprint: 53001ecf4a11101f729969f53bcac616
Erstellt am: 28.3.2017


2017, 4 S.
Kolloquium Gemeinsame Forschung in der Klebtechnik <17, 2017, Köln>
Deutsch
Vortrag, Elektronische Publikation
Fraunhofer IFAM ()

Abstract
In der industriellen klebtechnischen Fertigung werden Klebstoffe meist durch Dosieranlagen (bestehend aus spezifischen Pumpen und weiteren Komponenten) aus dem Vorratsbehälter zur Applikationsstelle gefördert. Häufig werden mittel- bis hochviskose Kleb- oder Dichtstoffe verarbeitet, die zur Verbesserung ihrer Endeigenschaften einen großen Anteil an Füllstoffen besitzen. Beispielsweise werden zur Optimierung der Wärmeleitfähigkeit korundhaltige Systeme eingesetzt. Der Füllstoff Korund hat dabei den Nachteil, dass er durch seine hohe Härte abrasiv auf die Werkstoffe der Dosieranlage wirkt. Hierdurch tritt ein deutlicher Verschleiß der Anlagen auf, der die Standzeit der Dosieranlagenkomponenten stark einschränkt. Neben Korund werden aber auch noch weitere abrasive Füllstoffe eingesetzt, um bestimmte mechanische, thermodynamische, elektrische und optische Eigenschaften unter Beachtung wirtschaftlicher Randbedingungen zu erzielen. Den Klebstoff-Dosieranlagen-Herstellern ist die genaue Zusammensetzung der Klebstoffe bei der Planung der Anlagen meist nicht genau bekannt; die Bewertung eines möglichen Verschleißrisikos ist daher schwierig.Um die Dosieranlagen günstig zu fertigen und dennoch eine adäquate Lebensdauer zu gewährleisten, muss der Verschleiß durch den zu verarbeitenden Klebstoff während der Auslegung der Dosieranlage abgeschätzt werden. Da Klebstoff-Dosieranlagen meistens für spezielle Anwendungsfälle hergestellt werden, ist die Verschleißermittlung an einer Prototypen-Anlage zeit- und kostenintensiv. Ziel des abgeschlossenen Vorhabens war daher die wissensbasierte Entwicklung und die Erprobung von Schnelltests, mit denen die meist mittelständischen Dosieranlagenhersteller die Abrasivität von höherviskosen, gefüllten Klebstoffen mit unbekannter Zusammensetzung auf die verschiedenen Werkstoffe abschätzen können.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-438651.html