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Interdisziplinäre Kabinenarchitekturen (INDIKAR). Schlussbericht

 
: Riedl, Gerhard; Rösler, Doris; Stratbücker, Sebastian; Grün, Gunnar

:
Volltext urn:nbn:de:0011-n-4382512 (9.6 MByte PDF)
MD5 Fingerprint: 4176fdbd204cfb6fafa34e4960168c64
Erstellt am: 10.3.2017


Stuttgart: Frauhnhofer IBP, 2016, 126 S.
Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie BMWi
20K1104F; INDIKAR
Deutsch
Bericht, Elektronische Publikation
Fraunhofer IBP ()

Abstract
Um für neue Kabinenarchitekturen sichere, akzeptable und komfortable Passagierumgebungen zu schaffen müssen die Eigenschaften und Applikationstechniken integraler Bauteile der Kabinenhülle im Detail bekannt und hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf den Flugbetrieb valide getestet sein. Für innovative Kabinenventilationskonzepte wurden daher in diesem Projekt im Test neue Isolationskonzepte im Zusammenspiel mit einem aktiv hinter lüfteten Spalt entwickelt. Diese stellen hohe Anforderungen an das Lining (Dichtheit), die Isolierung (Tauwasser)und die akustische Dämmung/Dämpfung (Strömungsgeräusche).Die Dichtheit des Linings spielt eine wesentliche Rolle für die Akkumulation von Feuchtigkeit an der Flugzeughülle. Durch das hohe Dampfdruckgefällt zwischen Außenhaut und Kabine treten zwangsläufig Tauwasserprobleme auf, die zu Tauwasserausfall und Wasser- bzw. Eisansammlungen führen. Dadurch treten unerwünschte Nebeneffekt, wie das bekannte „rain in the plain“ auf. Die Kabinenluftmuss zur Verminderung sehr trocken gehalten werden, was einerseits zur Vermeidung von z.B. Korrosionsschäden beiträgt, andererseits aber auch zu Passagierbeschwerden über zu trockene Luft führt. Primäres Problem bleibt jedoch die signifikante Gewichtszunahme durch die Feuchteakkumulation, welche zu einem erhöhten Treibstoffverbrauch und damit zu einer höheren ökologischen Belastung führt. Um diese Problematik unmittelbar zu adressieren, sollten in diesem Projekt entsprechende Testmethoden abgeleitet und aufgebaut werden, so dass schlussendlich vielversprechende Konzepte für die Isolation und die Luftführung hinter der Kabinenverkleidung bewertet und entsprechende Methoden für die Bewertung hinsichtlich Hygrothermik und thermischen Komfort bereitgestellt werden können. Unter der Berücksichtigung lokaler Einbausituationen sollten Konzepte evaluiert werden, die eine schnelle Umsetzung in einsatzfähige Produkte auch für die Modernisierung von Kabinenwandaufbauten erlauben.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-438251.html