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Entwicklung einer Benutzerschnittstelle für die Bedienung von Prüfhardware zur Lichtmastenprüfung

 
: Müller, Tobias
: Ganster, Michael

:
Volltext urn:nbn:de:0011-n-4351061 (851 KByte PDF)
MD5 Fingerprint: 42930fd0622addb149fccfbc9c3eb5e2
Erstellt am: 15.2.2017


Saarbrücken, 2016, VIII, 51 S.
Saarbrücken, Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes, Bachelor Thesis, 2016
Deutsch
Bachelor Thesis, Elektronische Publikation
Fraunhofer IZFP ()

Abstract
Alle gesteckten Ziele wurden erreicht. Die Messdaten werden während der Messung bereits visualisiert, danach erfolgt das automatische Speichern zur Protokollierung. Die Benutzerverwaltung und das Rechtesystem funktionieren, wie vom Kunden gewünscht. Die Passwörter zum Absichern der Administrator- und Service-Konten können mit einem externen Werkzeug in der Konfigurationsdatei gesetzt werden. Dank des XML-Formats lassen sich die Konfigurationsdateien und Prüfprofile leicht auf mehrere Rechner verteilen, wodurch die Installationszeit entsprechend gering ausfällt und der Austausch besonders schnell vonstatten geht. Im Laufe der Arbeit wurden die Anforderungen im Rahmen der Praxistauglichkeit mehrfach geändert beziehungsweise erweitert. Zum Beispiel war zu Beginn keine Parametrierung während der Kalibrierung geplant. Dabei wird der Prüfhardware bestimmte Parameter übergeben, ohne dass diese zuvor anhalten muss. Eine Vorabversion der Software wurde bereits an den Kunden ausgeliefert. Er verwendet diese bereits bei offiziellen Aufträgen parallel zur vorherigen LimaTest-Software, um die Ergebnisse zu vergleichen und damit die Prüfer die neue Software kennenlernen. Zwischenzeitlich gibt es vom Kunden die ersten Rückmeldungen, welche bisher ausschließlich positiv waren und, motiviert von der moderneren Umsetzung, Vorschläge bezüglich weiterer vorstellbarer Verbesserungen und Erweiterungen an der Software zum Inhalt hatten. Zum Beispiel war in der Vorabversion die Anzeige der Profilverwaltung und die des aktuellen Parametersatzes in zwei separaten Expandern. Die Anwendung zeigte jedoch, dass immer beides zusammen verwendet wird. In der aktuellen LimaTest-Software wurde dieser Umstand bereinigt und der Kunde ist mit der Anpassung überaus zufrieden. Das Rechtesystem kommt beim Kunden auch sehr gut an, da die Prüfer nicht mehr versehentlich Parameter verändern können. Dadurch müssen die Parametersätze nicht mehr per Fernwartung zurückgesetzt werden, wodurch sich die Zahl der Serviceanfragen stark reduziert haben. Die Prüfer bekommen zusätzlich üblicherweise nur die freigeschalteten Parameter angezeigt und können über einen Button am unterem linken Rand eine Ansicht des kompletten Parametersatzes aktivieren. Durch ein visuelles Feedback kann der Anwender sehen, welchen Parameter er verändern darf und welche nicht. Wenn er mit dem Mauszeiger über einem freigeschalteten Parameter ist, dann wird dieser in einem leichten grün angezeigt, ein gesperrter Parameter dagegen in grau. Durch die positiven Rückmeldungen des Kunden wird die neue Software auch innerhalb des Instituts bekannter. Wenn das Interesse weiter steigt, wäre eine Erweiterung der Zuständigkeiten der Software vorstellbar. Die Struktur der neue LimaTest-Software ermöglicht es, weitere EMUS-Prüfsysteme zu integrieren. Da sich die Parameter zwischen den Systemen nicht unterscheiden, sondern grundsätzlich nur in ihren Werten, wäre eine Integration sogar in relativ kurzer Zeit möglich. Durch die Aufteilung in verschiedene Prüfansichten wäre es sogar möglich, komplexere Arten der Darstellung von Messdaten zu wählen, zum Beispiel als dreidimensionales Objekt. Die dynamische Sprachumstellung demonstriert außerdem eine große Stärke der neuen Software. In den bisherigen Entwicklungen war eine Sprachumstellung nur schwer möglich beziehungsweise wurde für jede zu implementierende Sprache eine neue Version mit der entsprechenden Sprache erstellt. In der neuen Software muss lediglich eine neue Sprachdatei erstellt werden, welche zur Laufzeit automatisch erkannt und verwendbar gemacht wird. Nach dem Abschluss dieser Arbeit steht der Auslieferung der Software nichts mehr im Wege. Die Notebooks, die die Prüfer später im Außeneinsatz verwenden werden, stehen bereit. Es folgen noch kleinere Anpassungen des Aussehens verschiedener WPF-Elemente,die durch die Bildschirmgröße der Notebooks nicht optimal dargestellt werden.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-435106.html