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Auswirkungen der digitalen Revolution auf Wirtschaft und Arbeitswelt, sowie der Einfluss der Nanotechnologie auf diesen Wandel

Vortrag gehalten auf dem 32. Kolloquium der Fakultät Grundlagen, 4. November 2016, Esslingen, Anlässlich des 65. Geburtstags von Prof. Dr. Otto Strobel, Leiter des physikalischen Instituts an der Hochschule Esslingen
 
: Kolaric, Ivica

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Präsentation urn:nbn:de:0011-n-4237563 (4.6 MByte PDF)
MD5 Fingerprint: 68d92f0bacc01d7e125f46952341b749
Erstellt am: 7.12.2016


2016, 37 Folien
Hochschule Esslingen, Fakultät Grundlagen (Kolloquium) <32, 2016, Esslingen>
Deutsch
Vortrag, Elektronische Publikation
Fraunhofer IPA ()
Automobilindustrie; Nanotechnologie; Additive Manufacturing (AM); Industrie 4.0; Variantenfertigung; Komplexitätsbewirtschaftung

Abstract
Die Welt befindet sich in einem stetigen und immer schnelleren Wandel. Inmitten dieser Transformation liegt Deutschland. In einem nahezu beispiellosen Aufstieg, entwickelte sich Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg zu einer der führenden Volkswirtschaften, welche erfolgreich ökonomische, ökologische und soziale Interessen in einen harmonischen Einklang bringen konnte.
Neben großen internationalen Konzernen sind es insbesondere deutsche kleine und mittelständige Unternehmen, welche durch ihre hohe Innovationskraft dazu beigetragen haben, dass „Made in Germany“ zu einem Synonym für Spitzentechnologie geworden ist.
So stellt beispielsweise die deutsche Automobilindustrie, getrieben von einem intensiven Wettbewerb und getragen auf kontinuierlichen Innovationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette, heute die internationale Spitze dar. Insbesondere konnten sich hiesige Produzenten durch ihre hochentwickelte Automatisierung auf den weltweiten Märkten mit Produkten von bester Qualität, zu angemessenen Herstellkosten bewähren.
Nach jahrzehntelangem Wachstum gerät eben dieser „Jobgarant“ zunehmend unter Druck. Die Automobilindustrie steht heute vor der größten Herausforderung in ihrer Geschichte. Verschiedene Antriebskonzepte und zahllose Produktvarianten führen zu einer schwer beherrschbaren Komplexität in der Entwicklung und Produktion. Die Unternehmen stehen in einem harten internationalen Wettbewerb in dem sich Märkte und Bedürfnisse schneller denn je verschieben. Eine zusätzliche Herausforderung sind die spezifischen demographischen Gegebenheiten die in Deutschland additive Anforderungen an die Unternehmen stellen.
Innovationen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie bieten hier eine Vielzahl an Chancen für die deutsche Produktion. Hochvernetzte, intelligente und lernfähige Produktionsmittel ermöglichen schneller auf Kundenbedürfnisse zu reagieren und personalisierte Produkte zu wettbewerbsfähigen Preisen herzustellen. Roboter werden immer leistungsfähiger und kostengünstiger. Durch deren Vernetzung, und den Möglichkeiten des Internets (BigData), könnten Roboter bald Dienstleistungen anbieten, welche heute noch Menschen vorbehalten sind.
Innerhalb des Vortrags wird der Referent am Beispiel der Automobilindustrie auf die Veränderung des Industriestandortes Deutschland, sowie den wachsenden Einfluss der Digitaltechnik in der Entwicklung, Produktion und Leben eingehen. Getrieben von der 4ten Industriellen Revolution werden in Zukunft Entwicklung, Produktion und Logistik und Verbraucher vernetzt agieren, was einen wachsenden Bedarf an günstigerer und besserer Elektronik zur Folge haben wird. In diesem Wachstumsfeld erlebt der Umgang mit Nanomaterialien heute eine Renaissance und entwickelt sich zunehmend zu einer Schlüsseltechnologie.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-423756.html