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Intelligente Werkstoffe für die minimalinvasive Versorgung von Orbitafrakturen

Vortrag gehalten beim Medica Tech Forum 2016, 14.-17. November 2016, Düsseldorf
 
: Rotsch, Christian; Grunert, Ronny; Posern, Susanna; Pabst, Friedemann

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Präsentation urn:nbn:de:0011-n-4230901 (1.7 MByte PDF)
MD5 Fingerprint: b6169564d016befb93d2271aff3f4c07
Erstellt am: 22.11.2016


2016, 13 S.
Medica Tech Forum <4, 2016, Düsseldorf>
Deutsch
Vortrag, Elektronische Publikation
Fraunhofer IWU ()
Implantat; Orbita; Orbitaboden; Superelastizität; Nitinol; minimalinvasiv; smart materials

Abstract
Orbitabodenfrakturen werden nach aktuellem Standard durch einen transorbitalen Zugangsweg versorgt. Die Größe des Zugangsweges, und damit das Operationstrauma, ist von den Eigenschaften des Implantats abhängig. Bedingt durch die bisher verwendeten Materialien ist eine korrekte Positionierung des Implantats zwangsläufig mit einer traumatischen Insertion verbunden. Je größer der Zugangsweg, desto höher ist die Rate an operativen Risiken wie Einblutungen, Verletzungen intraorbitaler Strukturen oder Narbenbildungen.
Um das Operationstrauma deutlich zu minimieren wurde ein Orbitaimplantat auf Basis einer superelastischen Formgedächtnislegierung entwickelt. Im Fokus dabei standen zunächst die technische Gestaltung und die patientenindividuelle Umsetzung. Aufgrund der superelastischen Eigenschaften kann die Implantateinbringung zukünftig über einen minimal-invasiven Zugangsweg erfolgen. Durch die Kombination zweier endoskopischer Zugangswege mit minimalen Operationstraumata gelang in Vorversuchen die sichere Platzierung des Implantats. Eine rein-endoskopische und damit minimal-invasive Versorgung von isolierten Orbitabodenfrakturen ohne transorbitalen Zugangsweg mit Hilfe von Implantaten aus Formgedächtnislegierungen erscheint praktikabel und vielversprechend. Weitere klinische Studien zur Anwendbarkeit, Verträglichkeit und zum Behandlungserfolg werden folgen.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-423090.html