Fraunhofer-Gesellschaft

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Wenn sich die Maschinen "verstehen". Interoperabilität auf Basis offener Standards

 
: Schleipen, Miriam

IM + io 31 (2016), S.46-51
ISSN: 2198-9990
ISSN: 1616-1017
Deutsch
Zeitschriftenaufsatz
Fraunhofer IOSB ()

Abstract
Um eine digitalisierte Fertigung zu erlangen, ist es Voraussetzung, dass verschiedene Geräte miteinander kommunizieren und Informationen austauschen können, also eine sogenannte Interoperabilität erreichen. Es sind verschiedene Methoden, Standards und Umsetzungsarchitekturen nötig, um die Interoperabilität zu realisieren. Für die Interoperabilität sind Standards ein entscheidender Erfolgsfaktor. Hier sind große Unternehmen im Vorteil, da dort eine entsprechende strategische Auswahl getroffen und durchgesetzt werden kann. Kleinere Unternehmen sind eher im Nachteil, da sie sich häufig an die Vorgaben ihrer Kunden anpassen müssen. Dennoch sind kleine produzierende Unternehmen beim Thema Interoperabilität auch im Vorteil, weil sie weniger Geräte und meist flexiblere Lieferverträge haben und in der Lage sind, diese auch mit weniger Aufwand zu tauschen. Je nach Anwendung und Umfeld überwiegt also der Vorteil der Marktmacht und entsprechender Konzernstandards gegenüber der Agilität und Individualität. Es kann aber keine absolute Grenze für die Nutzbarkeit von Standards angegeben werden, da dies neben der Unternehmensgröße von vielen weiteren Faktoren abhängig ist. Wichtig bei der anwendungsnahen Realisierung ist die durchdachte Nutzung der Standards, wie beispielsweise der Umfang der modellierten Inhalte sowie die Anzahl kommunizierender Geräte. So können die Komplexität der Lösung, aber auch der Aufwand, die Netzauslastung und die Kosten möglichst geringgehalten werden.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-415116.html

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