Fraunhofer-Gesellschaft

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Vergleich von Smartphone-Apps zur Hörunterstützung mittels verschiedener Evaluationsmethoden

 
: Scholz, Magdalena; Hohmann, Volker; Volgenandt, Andreas; Rennies-Hochmuth, Jan

Vorländer, M. ; Deutsche Gesellschaft für Akustik -DEGA-, Berlin:
Fortschritte der Akustik. DAGA 2016. DVD-ROM : Aachen : 14.-17. März 2016 : 42. Jahrestagung für Akustik
Berlin: DEGA, 2016
ISBN: 978-3-939296-10-2
ISBN: 3-939296-10-4
S.984-987
Jahrestagung für Akustik (DAGA) <42, 2016, Aachen>
Deutsch
Konferenzbeitrag
Fraunhofer IDMT ()

Abstract
Etwa 17% der deutschen Bevölkerung haben ein eingeschränktes Hörvermögen, wobei nur ein geringer Teil mit Hörgeräten versorgt ist. Für den großen Anteil Unversorgter gibt es verschiedene Ursachen. Zwei davon sind die Kosten der Hörgeräteanschaffung und das Stigma, welches Hörgeräten noch anlastet. In dieser Hinsicht stellen Apps zur Hörunterstützungs eine mögliche Alternative dar. Bisher existieren jedoch nur wenige systematische Untersuchungen zur Wirksamkeit unterschiedlicher Apps bzw. zur Frage, welche Testverfahren zur App-Evaluation besonders geeignet sind. In dieser Studie wurden vier Apps mit deutlich verschiedenen Bedienkonzepten mittels vier verschiedener Methoden hinsichtlich der Wirkung ihrer Signalverarbeitung und Usability getestet. Es wurden 50% Sprachverständlichkeitsschwellen im Störgeräusch mit dem Oldenburger Satztest gemessen. Die individuelle Wahrnehmung der Probanden hinsichtlich Usability, Auswirkung und Klang wurde in einem Fragebogen ermittelt. Anschließend wurde eine blinde, skalenbasierte Klangbewertungsmessung durchgeführt. Hierfür wurden Kunstkopfaufnahmen der Stimuli verwendet, welche mit den von dem jeweiligen Probanden gewählten App-Einstellungen erstellt wurden. Die Ergebnisse von zehn Probanden mit leicht bis mittelgradigem Hörverlust weisen jeweils eine große Streuung auf. Der Einfluss der einzelnen Apps auf die 50%-Sprachverständlichkeitsschwellen, das Nutzerverhalten bei der App-Anwendung, sowie auch die Klangbewertungen waren von Proband zu Proband stark verschieden, so dass nur einige der Probanden von den untersuchten Apps profitierten.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-402264.html