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Softwarelösungen für das Energiemanagement von morgen

Eine vergleichende Studie
 
: Sauer, Alexander; Weckmann, Sebastian; Zimmermann, Fabian
: Spaeth, Birgit; Willig, Viola
: Univ. Stuttgart, Institut für Energieeffizienz in der Produktion -EEP-

:
Volltext urn:nbn:de:0011-n-3997000 (890 KByte PDF)
MD5 Fingerprint: ef5294d96598c5c4d54dfcd0c0a2cad1
Erstellt am: 30.6.2016


Stuttgart, 2016, VI, 44 S.
Deutsch
Studie, Elektronische Publikation
Fraunhofer IPA ()
Energiemanagement; energieeffiziente Produktion; Software; Manufacturing Execution System (MES); Energiemanagementsystem (EMS); software system

Abstract
Die Komplexität, Größe und Dynamik vieler Unternehmen macht eine softwaregestützte Lösung des Energiemanagements unabdingbar. Softwarelösungen sind dabei in der Lage, den KVP der DIN EN ISO 50001 zu dokumentieren und zu automatisieren. Die entsprechenden Softwarelösungen können grundsätzlich alle vier Phasen des KVP (PDCA-Zyklus) abbilden. Neben den EMS-Softwarelösungen werden zunehmend MES-Softwarelösungen mit Energiefunktionalitäten auf Basis der DIN EN ISO 50001 entwickelt. MES-Systeme sind in der digitalen Unternehmensstruktur zwischen ERP-Systemen (Enterprise Ressource Planning) und Prozessleitebene angeordnet. ERP-Systeme bilden das Informationsrückgrat der unternehmensweiten Planung. Sie decken in der Regel Funktionen in den Bereichen Vertrieb, Einkauf, Material-/Termin- und Kapazitätsplanung, Produktion, Logistik, Lagerhaltung sowie After Sales ab (Mussbach-Winter et al. 2013). In MES-Systemen erfolgt die Feinplanung der Produktionsaufträge. Randbedingungen der Planung sind dabei sowohl Daten der Grobplanung, als auch Informationen aus der Leit- und Steuerungsebene. Ein Trend in der Entwicklung von MES-Systemen geht in die Richtung, das Energiemanagement in die Systemarchitektur zu integrieren (Sontow et al. 2013). In diesem Zusammenhang können Verbrauchswerte nicht nur ressourcenbezogen analysiert werden, sondern mit Daten aus dem Betriebsmittelmanagement, Materialmanagement oder Qualitätsmanagement verknüpft werden. Daraus lassen sich Rückschlüsse ziehen, welche Fertigungsschritte besonders energieintensiv sind und welche Maßnahmen ergriffen werden können, um den Energieverbrauch zu reduzieren.
Ausgehend von globalen Megatrends in der Industrie und im Energiesystem lassen sich durch die energiestrategischen Positionierungsfelder eines Unternehmens in den Bereichen Energieeffizienz und Energieflexibilität Potenzialfelder für die Produktion ableiten. Besonders die Vernetzung der Produktion sowie die Verschmelzung von virtueller und realer Welt bieten Chancen und Synergieeffekte, um die Detailschärfe im Energiemanagement zu erhöhen und Effizienzpotenziale zu identifizieren und zu erschließen. Daraus ergeben sich Anforderungen an die EMS- und MES-Systeme, die mit den aktuell am Markt verfügbaren Systemen verglichen werden.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-399700.html