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Energetic communities: Planning support for sustainable energy transition in small- and medium-sized communities

 
: Sager-Klauß, Christina

:
Volltext (PDF; )

Delft: A+BE, 2016, 371 S.
Zugl.: Delft, TU, Diss., 2016
ISBN: 978-94-6186-636-3
Englisch
Dissertation, Elektronische Publikation
Fraunhofer IBP ()

Abstract
Small- and medium-sized communities might prove to be game-changers in the overall energy transition because many problems have to be solved within their ambit. Urban planning is dealing with the numerous processes of urban change. Energy is a fairly new task to be addressed and many stakeholders lack experience and criteria for strategic decision making. The overarching research question of this thesis is:What do decision makers in small- and medium-sized communities need to become more successful in implementing energy transition processes? For the research project this general question was broken down into four primary research questions: How can communities anchor and monitor long-term energy transition visions in their communal development plans? What tools and models are available for urban energy system analysis? How can tools and models be adapted to the specific demands and boundary conditions in the case study communities to ensure long-term implementation of appropriate technologies and measures? How does the practical implementation of the adapted tools work in the case study and what barriers must be overcome for long-term success? To answer these questions a combination of review of the current state of scientific literature of the thematic field with a practical application and evaluation of ‘real’ implementation projects was chosen.

 

Kleine und mittelgroße Kommunen könnten sich als die Schlüsselakteure erweisen, da viele Probleme innerhalb ihrer Zuständigkeitsbereiche gelöst werden müssen. Die Stadtentwicklung beschäftigt sich mit einer Vielzahl von städtischen Veränderungsprozessen. Energie ist hierbei ein verhältnismäßig neuer Aufgabenbereich und vielen Entscheidungsträgern fehlen die Erfahrung und solide Kriterien für die strategische Entscheidungsfindung. Nach einer Phase großer Entschlossenheit, den Klimawandel zu stoppen, scheint sich inzwischen eine gewisse Resignation bei Politikern, Planern und der Öffentlichkeit breit zu machen, da manches nicht wie gewünscht umgesetzt werden konnte und die Hoffnung auf schnelle Lösungen zunehmend schwindet. 'Rebound-Effekte' scheinen einen großen Teil der Einsparungen aufzuzehren und alternative Ideen zur Umsetzung nachhaltiger Energiesysteme haben in vielen Fällen nicht überzeugt. Energiesysteme erweisen sich als komplex. Nach wie vor wird die Energiewende als wichtiges Thema gesehen, wobei sich um die richtigen Umsetzungsschritte ein wachsender Dissens zeigt.
Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, was Entscheidungsträger in kleinen und mittelgroßen Kommunen benötigen, um einen erfolgreichen Energiewendeprozess zu initiieren und umzusetzen. Auf Basis dieser sehr allgemeinen Fragestellung wurden vier primäre Forschungsfragestellungen formuliert:
• Wie können Kommunen langfristige Energiewendevisionen in ihren strategischen Entwicklungsplänen verankern?
• Welche Werkzeuge und Modelle sind für die Analyse kommunaler Energiesysteme einsetzbar?
• Wie können Werkzeuge und Modelle auf die spezifischen Anforderungen und Randbedingungen der Testkommunen angepasst werden, um eine langfristige Umsetzung geeigneter Maßnahmen und Technologien zu erreichen?
• Wie funktioniert der Einsatz der adaptierten Werkzeuge in der Testkommune und welche Hemmnisse müssen für den langfristigen Erfolg noch überwunden werden?
Um diese Fragen zu beantworten, wurde eine Kombination aus wissenschaftlicher Literaturrecherche, praktischer Anwendung und Auswertung des Modells in der Testkommune gewählt.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-399586.html