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Low-Emission-Verbrennungssystem (LEVS) zur Verbrennung von festen Brennstoffen in Vergaserkesseln

 
: Aleysa, Mohammad

:
Volltext (PDF; )

Nelles, Michael (Hrsg.) ; Deutsches BiomasseForschungsZentrum -DBFZ-, Leipzig; Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten; Technologie- und Förderzentrum -TFZ-, Straubing:
7. Abscheider-Fachgespräch "Partikelabscheider in häuslichen Feuerungen". Online resource : Zusatzveranstaltung: Staubmessverfahren an Kleinfeuerungsanlagen, 8.-9. März, 2016, Leipzig
Leipzig: DBFZ, 2016 (DBFZ Tagungsreader 4)
https://www.dbfz.de/fileadmin/user_upload/Referenzen/Schriftenreihen/Tagungsband/Abscheider_Fachgespraech_2016.pdf
ISBN: 978-3-9817707-7-3
S.148-155
Fachgespräch "Partikelabscheider in häuslichen Feuerungen" <7, 2016, Leipzig>
Deutsch
Konferenzbeitrag, Elektronische Publikation
Fraunhofer IBP ()

Abstract
Im Rahmen eines von BMWI geförderten Forschungsprojekts im Fachgebiet Verbrennungssysteme des Fraunhofer IBP, in Kooperation mit der Firma HDG Bavaria, wurde ein innovatives System zur Verbesserung des Verbrennungs- und Emissionsverhaltens in Vergaserkesseln entwickelt und getestet. Die Untersuchungen an dem sogenannten LEVS: Low-Emission-Verbrennungssystem haben gezeigt, dass sich Biomasse mit dieser Technik bei einer verbesserten Abgasqualität verbrennen lässt als Erdgas. Neben der problemlosen Einhaltung der ab 2017 gültigen Emissionsgrenzwerte der 1. BImSchV lässt ein emissionsarmer und stabiler Betrieb in der Praxis, unabhängig vom Brennstoff und der Bedienungsqualität erreichen. Die Innovation des LEVS beruht auf einer Kombination aus einem geregelten Gebläsesystem, einer Zyklon-Brennkammer sowie eines integrierten Oxidationsreaktor bzw. Einbautentechnik.
Die Verbrennungsluftzufuhr erfolgt durch ein Gebläsesystem an der Vorderseite des Kessels. Dadurch lassen sich Strömungsabhängigkeiten zwischen Primär- und Sekundärluftzufuhr vermeiden. Hierzu werden die Gebläse über einfache Regelalgorithmen bzw. direkte Größen geregelt, sodass ein kontinuierlich stabiler Anlagenbetrieb gewährleistet werden kann. Nur auf Basis eines solchen Gebläsesystems lässt sich ein intelligentes und lernfähiges Regelungssystem entwickeln. In der vor dem Wärmetauscher geschalteten Zyklon-Brennkammer werden unverbrannte Bestandteile durch eine intensive Durchmischung des Abgases verbrannt und nicht nur mitgerissene grobe Staubpartikel, sondern dank der Verbesserung des thermischen und elektrischen Feinstaubagglomerationsverhaltens auch Feinstäube abgeschieden. Durch die Entstaubung des Abgases vor dem Wärmeaustauscher sind keine mechanischen Reinigungsarbeiten notwendig, wodurch sich eine hohe Effizienz im Praxisbetrieb sicher realisieren lässt. Darüber hinaus können Kurzschlussströmungen, die häufig bei kleineren Abgasvolumenströmen entstehen, durch die generierte Zirkulationsströmung in der Zyklon-Brennkammer vermieden werden, wodurch die Modulierbarkeit der thermischen Leistung erhöht wird.

: http://publica.fraunhofer.de/dokumente/N-397726.html